Der aufziehende Tropensturm „Vaianu“ setzt Fidschi unter Druck. Sorge bereitet den Behörden vor Ort nicht nur seine Zugbahn, sondern vor allem das Tempo, mit dem er sich verstärkt. Innerhalb kurzer Zeit hat das Tief im Südpazifik deutlich an Kraft gewonnen. Experten warnen vor heftigem Regen, Überschwemmungen und gefährlichen Windböen. Aus Vorsicht bleiben Schulen und Universitäten im ganzen Land geschlossen.

Zyklon Vaianu wird stärker: Was die Wetterdienste derzeit erwarten

Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes hat sich Vaianu inzwischen zu einem Zyklon der Kategorie 2 entwickelt. Bis Dienstag könnte der Sturm weiter an Kraft gewinnen. Meteorologen halten es für möglich, dass aus ihm ein schwerer Zyklon der Kategorie 3 wird.

Zugleich gibt es einen Umstand, der die Lage etwas entschärfen könnte: Dass der Zyklon direkt auf Land trifft, gilt nach bisherigem Stand als eher unwahrscheinlich. Die Behörden erwarten, dass Vaianu zwischen Fidschi und dem Nachbarstaat Vanuatu über das Meer ziehen wird. Doch auch wenn das Zentrum eines Sturms nicht direkt auf Land trifft, kann er schwere Folgen haben. Heftige Regenfälle, hohe Wellen und schnell anschwellende Flüsse können Häuser, Straßen und Stromleitungen gefährden.

Bildungsminister Aseri Radrodro rief Eltern dazu auf, ihre Kinder besonders im Blick zu behalten. Niemand solle versuchen, überflutete Straßen oder Flüsse zu überqueren, mahnte er. Auch vom Baden in Flüssen oder im Meer raten die Behörden dringend ab. Die Gefahr plötzlicher Überschwemmungen sei vor allem in tiefer gelegenen Gebieten und dicht besiedelten Regionen groß.

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Am Montagvormittag Ortszeit lag das Zentrum des Sturms nach Angaben der Wetterbehörden rund 530 Kilometer nordwestlich der Inselgruppe Yasawa. Von dort aus bewegte sich Vaianu langsam in südöstlicher Richtung. Gerade dieses geringe Tempo macht die Lage heikel. Ein Sturm, der nur langsam vorankommt, bleibt länger in einer Region spürbar. Dann regnet es oft über viele Stunden oder sogar Tage hinweg, Flüsse treten über die Ufer und Hänge können ins Rutschen geraten.

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In Fidschi weckt das aktuelle Geschehen Erinnerungen an Zyklon „Yasa“, der im Dezember 2020 schwere Verwüstungen anrichtete. Mehrere Menschen starben damals, ganze Orte wurden schwer beschädigt. Yasa erreichte damals die höchste Gefahrenstufe, Kategorie 5, und gehörte zu den stärksten Stürmen, die im Pazifik registriert wurden. Bei einzelnen Böen wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 345 Kilometern pro Stunde gemessen.

mit dpa