Die Europäische Kommission hat Teplizumab als erstes Medikament zugelassen, das den Ausbruch von Typ‑1‑Diabetes um Jahre hinauszögern kann. Darüber berichtete das ZDF. Bislang wurden mit Insulin nur die Symptome behandelt. Es war bisher nicht gelungen, den Beginn der Autoimmunerkrankung zu verhindern.

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Teplizumab wird über 14 aufeinanderfolgende Tage per Infusion verabreicht und ist für Kinder ab acht Jahren im Stadium 2 der Erkrankung zugelassen. In dieser Vorstufe sind die schädlichen Autoantikörper nachweisbar und erste Störungen im Zuckerstoffwechsel erkennbar, jedoch noch keine klinischen Symptome eines Insulinmangels. Studien zufolge kann Teplizumab die Zeit bis zur notwendigen Insulingabe im Schnitt um drei bis fünf Jahre verlängern.
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„Bis jetzt konnten wir den Diabetes nur symptomatisch behandeln“, sagte Kinderdiabetologin Antje Allendorf dem ZDF; sie sprach von einem Durchbruch, weil nun präventiv an der Ursache angesetzt werden könne.
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Die Behandlung kostet rund 200.000 Euro und wird von den Krankenkassen übernommen. Die vermeintlich hohen Kosten seien im Verhältnis zu Folgekosten einer insulinpflichtigen Erkrankung vergleichsweise gering, sagte Jan‑Henning Klusmann dem ZDF. In der Antikörpertherapie sieht er großes Potenzial; künftig könne womöglich der Ausbruch eines insulinpflichtigen Diabetes ganz verhindert werden, so Klusmann.
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