Wollten Sie immer schon mal auf den Mount Everest? In Thüringen ist das am 7. Juni mit dem Fahrrad möglich, ohne Sauerstoffgerät. „Everesting“ heißt die extreme Herausforderung, bei der der Radsportler immer wieder einen Berg bezwingt, bis er die 8848 Höhenmeter des höchsten Gipfels der Erde erreicht hat.
Gut 2000 Mitglieder gehören zum Strava-Everesting Club in Deutschland. Aber nicht jeder hat den Gipfel schon erreicht. Auch Michael Fuchs nicht. „Es hat noch nicht in den Trainingsplan für den Ironman in Hawaii gepasst. Ich werde im Winter erstmal auf der Rolle den Half-Everesting angehen. Dauert ungefähr sechs Stunden“, sagte der 56 Jahre alte Triathlet aus Schwerte bei Dortmund.
Der Sport-Wettkampf wurde 2014 in Australien von Andy van Bergen begründet. Die Szene umfasst vier bis fünftausend aktive Everesting-Athleten. Zuletzt wurde ein Rennen am Ätna auf Sizilien und in Österreichs Alpen durchgeführt. Jetzt will Fuchs in Thüringen mit erhofften 1500 bis 2000 Teilnehmern ein neues Kapitel auch in Deutschland aufschlagen.
Erstmals Everesting als Großveranstaltung in Deutschland in Oberhof
Bisher war Everesting eine Challenge für zuhause auf der Rad-Rolle oder mit Freunden oder allein in den Bergen. „Ein erfolgreicher Versuch dauert zwischen zehn und 16 Stunden. Man muss oft im Dunklen starten. Das ist mitunter gefährlich im normalen Straßenverkehr. Jetzt wollen wir es zum gemeinschaftlichen Erlebnis machen“, so Fuchs. Der Radsporthändler plant für den 7. Juni die Deutschland-Premiere als Großveranstaltung auf gesperrten Straßen in Oberhof.

Die Wintersportmetropole sei einer von drei möglichen Startorten gewesen, so Fuchs. „Oberhof hat uns aber auf Anhieb überzeugt. Die Tür stand ganz weit offen. Sie waren von Beginn an unfassbar professionell. Wir können sogar die Lotto-Arena nutzen. Oberhof ist ja nicht nur Biathlon. Sie versuchen hier den Spagat zwischen Winter- und Sommersport“, meinte Fuchs, der den Thüringer Wald noch nicht persönlich kannte, begeistert.
48 Mal 3,82 km vom Kanzlersgrund zum Grenzadler für 8848 Höhenmeter
Die gute Kombination aus Topografie, Natur und Infrastruktur machen Oberhof zum idealen Standort für das Everesting-Event. Der Straßenabschnitt zwischen Steinbach-Hallenberg und Oberhof wird für die Sportler für einen Tag voll gesperrt. Der Anstieg führt ab Kanzlersgrund, vorbei an den Sprungschanzen bis zum Grenzadler-Parkplatz in Oberhof. Für das Full Everesting sind 48 Wiederholungen des 3,82 Kilometer langen Aufstiegs mit einem Höhenunterschied von jeweils 187 Metern bei durchschnittlich fünf Prozent Steigung nötig. Für Einzelstarter gilt eine 18-stündige Cut-off-Zeit.
Auch interessant
Stellt man sich als Team der Herausforderung, kann man sich die Höhenmeter individuell aufteilen, Teams können aus zwei, drei oder vier Personen bestehen. Das gilt auch für Half- und Quarter-Everesting. „So ist die Everesting-Challenge nicht nur für austrainierte Kletterer interessant, sondern wird auch für Hobbysportler-Gruppen zu einem besonderen, gemeinsamen Erlebnis“, sagte Fuchs.
20 Prozent Frühbucherrabatt bis 6. Januar
Rund um den Zielbereich und die Wechselzone am Grenzadler in Oberhof wird ein Festival mit Musik, Information, weiteren Sportprogrammen, lokalen Speisen und Getränken vorbereitet. Anmeldungen für die Everesting-Challenge sind ab sofort möglich. Bis 6. Januar gibt es noch 20 Prozent Frühbucher-Rabatt auf die Preise zwischen 160 (Einzel-Quarter) und 225 Euro (Full). Weitere Informationen unter: www.everesting-challenge.de




