Der Thüringer HC setzt seine Siegesserie in der Handball-Bundesliga fort. Beim Tabellenvorletzten Union Halle-Neustadt gelang den Frauen von Coach Herbert Müller unter dem Jubel einer großen roten Fanschar aus Bad Langensalza ein 43:36 (24:15)-Erfolg. Damit festigte der THC Platz vier, der am Ende der Hauptrunde für die Play-off-Teilnahme berechtigt. Beste Torschützin war Rückkehrerin Johanna Reichert mit sieben Treffern.

Halle-Neustadt kann nur eine Viertelstunde mithalten

Einfach ist in dieser Bundesliga-Saison allerdings nichts. Nach den teils knappen Siegen gegen Metzingen, Zwickau und Bensheim/Auerbach startete der THC konzentriert mit 4:1 (6.). Im Tor zeigte Christina Lövgren, die anstelle der zuletzt so starken Lara Kuske aufgeboten wurde, gleich drei Paraden. Doch die Wildcats, die gerade das Kellerduell gegen Buxtehude gewonnen hatten, ließen sich nicht abhängen. 9:9 hieß es nach einer Viertelstunde, weil ohne die verletzten Abwehrspezialistinnen Josefine Hanfland und Annika Niederhuber vor allem die Abwehr löchrig wirkte.

Reichert scheitert mit erstem Wurf per Siebenmeter und trifft dann

Dann kam der Moment für das Comeback von Reichert (16.). Die Österreicherin, die sich vor der EM-Pause schwer am Fuß verletzt hatte, stand wieder im Angriff mit vier Rückraumspielerinnen. Doch mit ihrem ersten Siebenmeter scheiterte Reichert zunächst an Halles Keeperin.

Handball Bundesliga Frauen,  Saison 2025/2026  SV Union Halle-Neustadt vs.Thüringer HC
Kaum zu packen war Natsuki Aizawa (THC/links), die hier von Lea Gruber (Halle) gebremst wird.© Objektfoto/Volker Ballasch | Volker Ballasch

Innerhalb von fünf Minuten zeigte der THC dann aber die richtige Reaktion. Mit 14:10 zogen die Müller-Frauen davon (20.). Mit 18:13 traf dann auch erstmals Torjägerin Reichert ins Netz und jubelte ausgelassen (25.). Kurz vor der Pause ermahnte Müller nochmal seine Verteidigung: „The Defense is the key“ (Die Abwehr ist der Schlüssel / d. A.). Aber vorn traf jetzt Reichert, wie sie wollte.

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Zur Halbzeit war die Sache mit 15:24 schon gelaufen. Nach dem Wechsel ließ der THC die Zügel zwischendurch schleifen. So ging beim 43:36 die zweite Hälfte sogar an Halle.