Der Berliner Läufer Arda Saatçi ist nach mehr als 600 Kilometern und 123 Stunden und 21 Minuten in seinem Ziel in Kalifornien angekommen. Der 28-Jährige erreichte am Sonntag um 14.30 Uhr (Ortszeit) den Santa Monica Pier nahe Los Angeles. Sein ambitioniertes Ziel, bei seinem Lauf in den USA 600 Kilometer in nur 96 Stunden zurückzulegen, verpasste der Extremsportler. 

Saatçi musste den Strapazen sichtbar Tribut zollen. Schoss der Puls in die Höhe, ging er zwischendrin einige Minuten, bevor er wieder zum schnelleren Laufen ansetzte. Kurz vor dem Ziel lief der Läufer teilweise noch eine beeindruckende Geschwindigkeit von etwa sechs Minuten pro Kilometer. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit lag am Ende bei mehr als 12 Minuten pro Kilometer. Am Wegesrand tauchten immer wieder Fans auf, die ihm Mut zusprachen. Einige begleiteten den Berliner auch bei seinem Lauf.

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In einem Post auf Instagram hatte Saatçi angekündigt, dass er in Badwater Basin im Death Valley in Kalifornien starte. Nach Ablauf der 96 Stunden am Samstag – in denen er gut 458 Kilometer zurückgelegt hatte – zeigte er sich enttäuscht und zugleich kämpferisch: Im Gehen hatte er angekündigt, die Sache zu Ende zu bringen, egal wie. Im Ziel erwarte ihn seine Mutter, sagte er. Er habe ihr versprochen, mit ihr am Muttertag ein Eis essen zu gehen. „Das Versprechen werde ich auch halten.“ Die Strecke war wegen Umwegen am Ende 604,5 Kilometer lang.

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Millionen Follower schauen sich Saatçis Lauf im Livestream an

Den Lauf des 28-Jährigen schauten sich via Stream Hunderttausende Menschen live an. Sie feuerten ihn an und fieberten mit dem Athleten mit. Dem Extremsportler folgen allein auf YouTube rund 1,5 Millionen Menschen, auf Instagram hat er rund zwei Millionen Follower.

Bei dem Lauf des jungen Berliners wirkte ein riesiges Team mit. Läufer wechselten sich im Schichtdienst ab und filmten Saatçi beim Laufen. Ein Physiotherapeut kümmerte sich um den geschundenen Körper Saatçis. Freunde und Bekannte leisteten moralischen Beistand. Vor dem Lauf hatte sich der Extremsportler mit einer riesigen Menge an Lebensmitteln eingedeckt.

Neben Schlafmangel und den körperlichen Schmerzen machte dem Läufer vor allem die Hitze entlang der Laufstrecke zu schaffen. Am 15. Mai wird Saatçi in seiner Heimat Berlin erwartet.

dpa/bee