Wenn man unentschieden gegen den Meister der Oberliga-Staffel Süd spielt, dürfte man eigentlich zufrieden sein. Doch Hendrik Faik, seines Zeichens Coach beim FC Einheit Rudolstadt, war das nicht: „Ich habe schon den Eindruck gehabt, dass wir gegen Bautzen (4:0) und Halberstadt (1:0) eine Aufbruchstimmung erzeugt hatten, dass wir da richtig guten Fußball gespielt haben. Da war das heute eher ein Rückschritt“, sagt ein Trainer, der nicht wirklich zufrieden auf das 1:1 gegen den RSV Eintracht Stahnsdorf blickte.
Einheit-Coach musste tief durchatmen
„Ich muss da jetzt nach dem Schlusspfiff erst einmal tief durchatmen, weil ich einfach nicht mit unserer Leistung zufrieden war“, so der Coach. Vor allem mit der zweiten Halbzeit könne er nicht leben: „Da gibt es einiges aufzuarbeiten“, so der junge Mann, der gemeinsam mit dem derzeit verletzten, aber ansonsten spielenden Co-Trainer Marco Riemer die Rudolstädter frühzeitig zum Klassenerhalt führte.
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Postwendender Ausgleich nach Führung
Und das Trainerduo hatte durchaus recht: Denn vornehmlich im ersten Durchgang hätten die Rudolstädter – die unter anderem auf den an einem Muskelfaserriss laborierenden Manfred Starke verzichten mussten – das eine oder andere Tor erzielen können, ja müssen. Dass man dann dank eines Handelfmeters durch Max Schlegel Führung ging, war recht glücklich, denn das Handspiel war wohl außerhalb des Strafraumes (42.). Fast postwendend dann der Ausgleich, als Fabian Seeger vor den Augen des ehemaligen Rudolstädter Trainers Holger Jähnisch noch vor der Pause zum 1:1 traf.
In der zweiten Halbzeit taten sich beide Teams dann nicht mehr besonders weh: Sowohl die Gäste, bei denen nach dem feststehenden Titelgewinn einige Akteure Einsatzzeiten bekamen, die sonst lange auf der Bank saßen, als auch die Gastgeber, die mit dem Remis wohl leben konnten, brachten die zweiten 45 Minuten über die Zeit. Und ließen Eintracht-Coach Patrick Hinze mit der Bemerkung in den Bus steigen: „Es war ein entspannter Nachmittag.“



