Für fünf Minuten schickten die Schiedsrichter am Wochenende die Mannschaften der Kreisoberliga Ostthüringen in ihre Strafräume. Spielabbrüche, wie sie das neu eingeführte Stopp-Konzept verhindern soll, drohten nicht. Vielmehr sollten die Unterbrechungen ein klares Zeichen setzen.
„FAIR ist MEHRWERT!“ Unter diesem Leitspruch wurde die Aktion von den Schiedsrichtern des Kreisfußballausschusses (KFA) Ostthüringen angekündigt. Nach Vorfällen im KFA-Westthüringen wollten sie ein Zeichen gegen die Gewalt an Schiedsrichtern setzen und den Zusammenhalt unter den Unparteiischen in ganz Thüringen demonstrieren.
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Kreisschiedsrichterobmann Steve Kropfelder, der früher selbst in Westthüringen an der Pfeife aktiv war, verriet uns, wie es zu der Aktion kam: „Die Idee hatte unser Vorsitzender des Spielausschusses Jörg Steinbrich. Die kurzfristig geplante Aktion haben wir dann am Freitag an die Vereine und die Schiedsrichter weitergeleitet und auf unseren Social-Media-Kanälen verbreitet.“ Bis auf wenige Ausnahmen sei die Aktion durchweg positiv von den beteiligten Vereinen und Schiedsrichtern aufgenommen worden, so Kropfelder.
In Westthüringen ruhte der Ball komplett
Mit der Protestaktion zeigten sich die Ostthüringer Schiedsrichter solidarisch mit ihren Kollegen aus dem Westen. Dort stand der gesamte Spielbetrieb still. Nach einer körperlichen Attacke auf einen minderjährigen Linienrichter im Spiel zwischen der SG Ruhla und dem FC Eisenach hatte sich der KFA-Westthüringen dazu entschieden, alle Spiele im Männerfußball ausfallen zu lassen, um ein Zeichen zu setzen.
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Anstatt die Spiele im Jugend- und im Frauenfußball auch auszusetzen, wurde auch hier die Stopp-Regel angewandt, um sich am Protest zu beteiligen.




