Atlético Madrid hat bemerkenswert deutlich den spanischen Fußball-Rivalen FC Barcelona über die Sozialen Netzwerke angegriffen. Hintergrund ist offenbar der Versuch der Katalanen, den argentinischen Atlético-Star Julián Álvarez abzuwerben. So hatte es bereits kurz nach dem Konkretwerden der Verpflichtung von Anthony Gordon übereinstimmenden Medienberichten zufolge geheißen, Álvarez habe bei den Verantwortlichen Atléticos seinen klaren Wechselwunsch hinterlegt, ehe ein Angebot in Höhe von 100 Millionen Euro aus Barcelona eingegangen sei.

Atlético Madrid in Verhandlungen mit Barça-Trio?

Schon am Freitagmittag hatten die Colchoneros in einem Klubstatement klargestellt, dass dies „nur eine weitere Lüge“ sei. Der FC Barcelona und die Agenten des argentinischen Stürmers würden mit einer „vorab geplanten Kampagne“ darauf abzielen, Unruhe zu stiften. Am Freitagabend ließen die Madrilenen dann auf der Plattform X eine Reihe spöttischer Posts folgen, eingeleitet mit den Worten: „In wenigen Minuten werden wir eine Stellungnahme zu einer bedeutenden Angelegenheit veröffentlichen, die zu weitverbreiteten Falschinformationen führt.“

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Im Stile von Transfer-Journalist Fabrizio Romano vermeldete Atlético dann, dass man sich in Verhandlungen mit Barças-Jungstar Lamine Yamal befinde. Zu einem KI-erzeugten Bild des 18-Jährigen im Dress der Colchoneros schrieb der Club: „HERE WE GO! Wir haben ein Fax an den FC Barcelona mit unserem Angebot für den Spielertransfer geschickt: Vier Eintrittskarten für das Bad-Bunny-Konzert am Samstag, ein Jahresabonnement für die Zeitung ABC und eine Tüte mit Sonnenblumenkernen. Wir warten gespannt auf die Antwort, um den Ankündigungs-Post vorzubereiten.“

Kritik an Barça: Atlético Madrid beklagt Fake-News-Kampagne

Offensichtlich ein Scherz, dem allerdings ein ernster und kritischer Gedanke vorausgegangen war. „Wir leben in einer Zeit, in der die Realität manipuliert werden kann. Glaube nicht alles, was du siehst, vor allem nicht, wenn es um Barça geht“, hatte der Tabellendritte auf Instagram ausgeführt, ehe er mit ähnlichen Posts zu den Barça-Stars Pedri und Raphinha nachlegte. „Nein, Atlético Madrid würde so etwas niemals tun. Dennoch sind wir in den letzten Monaten einer Hetzkampagne gegen einen unserer Spieler ausgesetzt“, hieß es im letzten Post.

Bald Seite an Seite in blaugrana? Der FC Barcelona würde Julián Álvarez (links) gerne als Offensivpartner für Lamine Yamal verpflichten.
Bald Seite an Seite in blaugrana? Der FC Barcelona würde Julián Álvarez (links) gerne als Offensivpartner für Lamine Yamal verpflichten.© imago | pressinphoto

„Interessengebundene Indiskretionen, Fake News, ständige Respektlosigkeiten, die Medienmaschinerie der Culers, die abstruse Geschichten erfindet, Anrufe unmittelbar vor direkten Duellen“ – all das habe sich der Klub in den vergangenen Monaten gefallen lassen müssen. In Anspielungen auf frühere Skandale beim FC Barcelona, unter anderem die Registrierungsdebatte um Dani Olmo, schrieb Atlético weiter: „Aber natürlich würde uns auch nicht einfallen, den Vizepräsidenten der Schiedsrichter auf der Gehaltsliste zu haben oder politische Gefallen einzufordern, um Spieler zu registrieren. RESPEKT und WERTE.“

Das letzte Wort in dieser Debatte dürfte angesichts des fortlaufenden Interesses der Katalanen an Atlético-Stürmer Álvarez, dessen Vertrag in Madrid noch bis 2030 läuft, noch nicht gesprochen sein. Der FC Barcelona hat sich bis dato nicht zur Tweet-Serie des La-Liga-Konkurrenten geäußert.