Unter all den Besuchern auf den Tribünen der Messehalle fällt Yutong Cao besonders auf. Oder besser gesagt der, dessen Konterfei aus Pappe sie neben sich platziert hat. Das deutsche Tischtennis-Ass Patrick Franziska, dreifacher Silbermedaillengewinner bei den TT-Finals in Erfurt, hat es der jungen Chinesin besonders angetan. Und ist einer der Gründe, warum sie extra aus ihrer Heimatstadt Shanghai hergeflogen ist.

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„Mein Lieblingsspieler ist Fan Zhendong. Der spielt jetzt für Saarbrücken, wo auch Patrick spielt. Der ist ein total sympathischer Kerl, überhaupt gibt es ganz viele nette Tischtennisspieler hier in Europa“, erzählt die 23-Jährige, wie ein chinesischer Topstar im wahrsten Wortsinn ihren Horizont erweiterte. Dass sie jetzt hier in Erfurt ist, hat indes auch einen traurigen Grund: Im letzten Jahr verstarb ihr Großvater. „Ich habe eigentlich in Singapur studiert. Aber ich war dann so traurig und meine Mutter hat gesagt, dass ich mir eine Auszeit nehmen soll.“

Sie möchte Sportjournalistin werden

Sie nutzt die Chance, um Europa kennenzulernen und vor allem den Tischtennissport fernab der Heimat, wo er der populärste Sport überhaupt ist. Bei einem Turnier war sie auch als Volunteer dabei und lernte einen Landsmann kennen, der hier lebt und mit deutschen Sportlern zusammenarbeitet. Er fragte sie, ob sie Fotos von den TT-Finals machen könne. „Das war für mich eine Chance, denn ich würde gern mal Sportjournalistin werden“, sagt Cao.

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So erlebt sie in Erfurt ein Turnier, von dem sie sagt: „Es ist für mich unbezahlbar, hier dabei zu sein und es den Leuten in der Heimat näherzubringen.“ Dabei kommen ihr die Tränen. Weil Tischtennis ihr so wichtig ist – und ihr über Opas Tod hinweg hilft.