Ein Herz des Ostthüringer Fußballs hat aufgehört zu schlagen. Nach schwerer Krankheit nimmt Thüringenligist SV Blau-Weiß Neustadt Abschied von Harald Krieger. Er wurde 69 Jahre alt.

Zusammen mit vielen Weggefährten hat Harald Krieger den Neustädter Fußball entscheidend geprägt. Es war ein Mittelpunkt in seinem Leben, wie der Familienvater selbst häufig betonte.

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Als Spieler bestritt er seine ersten Einsätze in Moderwitz, bevor es ihn zur BSG Motor Neustadt verschlug. Bis in den Herrenbereich war er dort aktiv, lediglich zwei Jahre Aufenthalt bei der BSG Rotation Blankenstein im Rahmen seines Grenzdienstes unterbrachen die erfolgreiche Zeit in Neustadt. Als ein Höhepunkt darf sicherlich der Gewinn des FDGB-Bezirkspokals 1979 bezeichnet werden.

Gewinn des FDGB-Bezirkspokals als Aktiver

Nach seiner aktiven Zeit gab Harald Krieger als Trainer die Erfahrung an den Nachwuchs weiter. Er galt als Förderer, Antreiber und nicht selten als ein guter Freund. Durch persönlichen Einsatz und ein breites Netzwerk gewann Harald Krieger Unterstützer und Sponsoren. Und er packte selbst mit an: Der Umbau des Sportlerheims war eines der sichtbarsten Ergebnisse dieser Engagements.

Harald Krieger 2026
Bei vielen Aktionen rund um den Verein war Harald Krieger beteiligt.© SV Blau-Weiß Neustadt

Als Bewahrer der Sportgeschichte wirkte er zudem maßgeblich an der Entstehung der Chronik des Neustädter Sports mit. Eine der dort beschriebenen Geschichten ist die Reise der B-Junioren zum USA-Cup 1997, bei der Blau-Weiß als einziger deutscher Vertreter am größten Jugendfußballturnier der Welt teilnahm. Mit vor Ort, wie sollte es anders sein: Harald Krieger.

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„Harald hat den Neustädter Fußball über Jahrzehnte geprägt. Sein Wirken lebt nicht nur in unseren Erinnerungen weiter, sondern in dem, was er geschaffen hat. Wir trauern zutiefst mit seiner Frau, seinen beiden Söhnen sowie der restlichen Familie. Wir werden ihn nie vergessen“, sagt Bert Rosenbusch, ehemaliger Vereinsvorsitzender der Blau-Weißen.