Der letzte Ballwechsel bot noch einmal Spannung und Abwechslung. Gleich mehrfach flog der Ball über das Netz, ehe ein Ball der Sonnebergerinnen zu kurz geriet und von den Erfurterinnen sofort auf das Parkett getippt wurde. Eben jener dritte Satz endete so 25:8 und damit auch das gesamte Spiel für die SG Electronic Erfurt mit 3:0. Zuvor hatte sich der Zweitliga-Aufsteiger die beiden ersten Durchgänge mit 25:18 und 25:12 gesichert. Erfurt vertritt durch den Sieg im Landespokal die Thüringer Farben und muss sich dann im Regionalpokal mit dem Sieger aus Sachsen auseinandersetzen. Diese Partie wird noch gespielt.

Obwohl das Finale den erwartet klaren Ausgang nahm, holten sich die Südthüringerinnen nach Ende den verdienten Applaus der rund 500 Zuschauer in der Erfurter Riethsporthalle ab. Zwei Ligen trennen beide Teams, doch es zeigte sich, dass in Südthüringen gute Arbeit geleistet wird. Manch Ballwechsel ging über die längere Distanz, mitunter überraschte Sonneberg mit starken Angriffen.

TVV-Pokalfinale Frauen: SG Erfurt electronic vs. 1. Sonneberger VC 2004; Erfurt; 06.09.2026
Erfurts Mia Anna Stauß im Angriff.© Sebastian Dühring

Insgesamt aber der Leistungsunterschied zu groß. Vor allem im Aufschlagspiel besaß Electronic klare Vorteile. Sobald die hochgewachsene Emmi Wolfschmidt aufschlug, setzte sich Erfurt schnell ab. Christel Fröhlich bediente ihre Mitspielerinnen als Zuspielerin mustergültig und war auch beim Blockspiel kaum zu bezwingen.

Im Anschluss spielten dann die Herren ihren Pokalsieger aus. Seit Jahren duelliert sich hier das Zweitligateam der Blue Volleys Gotha mit dem Drittligisten 1. VSV Jena – eigentlich immer mit dem gleichen Ausgang. Gotha, amtierender Zweitligameister, hatte am Freitagabend noch ein Testspiel gegen Schwaig in Sonneberg ausgetragen und dieses mit 3:1 gewonnen.

06.09.2026, GER, Volleyball, Maenner, Saison 26, Pokalfinale Thüringen, Tag des Volleyballs, Blue Volleys Gotha - VSV Jena 90
Lauritz Jastrow beim Angriff für die Blue Volleys.© Christian Heilwagen

Doch das von Robin Schade und Nikita Mühlbach betreute Team – Robert Werner weilt bei einer Trainerweiterbildung – stieß auf einen topmotivierten und frech agierenden Gegner, der im ersten Satz 11:8 führte. Erst Mitte des ersten Satzes bekam Gotha das Geschehen in den Griff, auch wenn Jena bis zum 23:23 egalisierte. Doch zwei Punkte in Folge brachten den Blue Volleys Satz eins (25:23).

Durchgang zwei begann mit einem Kuriosum. Ben Bierwisch traf mit einem Angriffsball den Jenaer Fidel Wolf im Gesicht, dessen Brille zersprang in zwei Hälften und musste geklebt werden. Gotha zog nun das Tempo an und man merkte, dass der knapp verlorene Satz Jena beschäftigte. Die Blue Volleys setzten sich schnell hoch ab und waren beim 25:18 nicht gefährdet. Ähnlich sah es im dritten Satz aus, den Gotha mit 25:19 gewann.