Die Aufregung, vor allem aber die Vorfreude steigt und steigt: Am Sonntag startet der FC Carl Zeiss Jena mit dem Heimspiel gegen den FSV Zwickau (Anpfiff 14 Uhr) in die neue Saison. Wenn alle so motiviert sind, wie der neue Jena-Trainer Marco Grote, muss den FCC-Fans für den Auftakt in die Fußball-Regionalliga nicht bange sein. „Ich will endlich da rein und mit den Jungs dieses Spiel spielen“, sagte Grote am Freitag in den Katakomben der Arena im Ernst-Abbe-Sportfeld. Dann fügte er optimistisch an: „Die Qualität, dieses Spiel zu gewinnen, die hat der FCC. Da bin ich mir ganz sicher.“

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FC Carl Zeiss geht mit viel Selbstvertrauen in die Saison

Das Selbstvertrauen der Saalestädter ist nach fünf Siegen, einem Unentschieden und einem Torverhältnis von 69:4 in der Vorbereitung jedenfalls immens. „Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht. Das hätte letzte Saison Platz eins bedeutet“, sagte Kapitän Nils Butzen. Dann schränkte er ein: „Die Frage ist, wie viele Schritte haben die anderen gemacht?“

Testspiel SV 08 Rothenstein - FC Carl Zeiss Jena
Der neue Trainer des FC Carl Zeiss, Marco Grote (hinten), ist für den Saisonstart sehr optimistisch. © FMG | Tino Zippel

Schließlich startet der FCC nicht in irgendeine Saison, sondern in die Spielzeit der wohl stärksten Regionalliga Nordost aller Zeiten. „Wenn man die Mannschaften hört, das ist schon Wahnsinn“, blickt Butzen auf die zahlreichen Traditionsvereine, die sich diesmal um den direkten Aufstiegsplatz in die 3. Liga duellieren. Andererseits sei es aber auch traurig. „Es ist nicht lange her, da hat ein großer Teil dieser Clubs noch in der 3. Liga gespielt.“

FCC-Trainer sieht Druck bei anderen Mannschaften

Den Druck, Meister zu werden, verspürt beim FC Carl Zeiss aber niemand, versichert Chefcoach Marco Grote. „Den haben andere“, sagte er mit Blick auf die Investitionen, die manche Vereine in ihren Kader gesteckt haben. Damit meint er Erzgebirge Aue und die VSG Altglienicke. „Wir haben diesen Druck nicht.“ Trotzdem ist sich Nils Butzen nach der Vizemeisterschaft in der Vorsaison sicher: „Wir können ganz oben mitspielen.“

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Das liegt auch am neuen Coach, analysiert der FCC-Spielführer. In der Vorbereitung habe die Mannschaft an Dingen, die in der vergangenen Spielzeit nicht gut liefen, gearbeitet. „Wir haben aber auch Dinge, die gut gelaufen sind, beibehalten.“ Gleichzeitig habe Grote viel an der Positionierung in bestimmten Situationen gearbeitet. Da habe selbst ein so erfahrener Spieler wie Butzen noch viel mitnehmen können. „Es gibt ein paar Anpassungen, die uns nach vorne bringen, wie ich finde.“

FC Carl Zeiss hat Zwickau genau beobachtet

Die Zwickauer, Dritte der Vorsaison, hat das FCC-Trainerteam natürlich genau unter die Lupe genommen. „Da verfügen heute alle Vereine über gute Möglichkeiten. Viel geheim halten, kann man nicht“, sagte Grote. „Der FSV Zwickau ist ein Name: Mit einer erfahrenen Mannschaft, mit bestimmten Qualitäten, wo man an der einen oder anderen Stelle aufpassen muss. Andererseits haben auch wir Qualitäten, wo die ganz schön aufpassen müssen.“

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Eines verspricht er schon einmal im Vorfeld für die ganze Saison: „Dass wir immer das Herz auf dem Platz lassen, das ist etwas, das jeder Fan erwarten kann. Und ich bin mir tausendprozentig sicher, dass wir das immer leisten werden.“

FC Carl Zeiss Jena – FSV Zwickau, Sonntag, 14 Uhr, Ernst-Abbe-Sportfeld. Wir übertragen das Spiel live auf unseren Internetportalen.