Der FC Carl Zeiss Jena ist am Freitagabend in der Fußball-Regionalliga beim SV Babelsberg 03 in der Nachspielzeit zu einem 1:0-Erfolg gekommen. Nach der Auftaktniederlage gegen den FSV Zwickau fuhren die Thüringer unter ihrem neuen Trainer Marco Grote dank Elias Löder den ersten Pflichtspielsieg der Saison ein.
FCC-Coach lässt seinen Abwehrchef auf der Bank
Bevor es im Karl-Liebknecht-Stadion in Babelsberg losging, demonstrierten Fans beider Clubs zusammen auf dem Rasen für eine Aufstiegsreform in der Regionalliga. Auf zwei Bannern war zu lesen: „Meister müssen aufsteigen“ und „Kompassmodell jetzt! – Wir lassen uns nicht verarschen!“ Es wurde deutliche Kritik an den Verbänden für die gescheiterten Reformpläne geübt. Dafür gab es von den 4042 Zuschauern viel Applaus.

Sportlich überraschte der neue Jena-Coach Grote besonders mit einer Maßnahme: Er ließ Abwehrchef Sören Reddemann auf der Bank. Für ihn rückte Marcel Hoppe in die Startelf, der als linker Verteidiger auflief, während Malik Talabidi Reddemanns Platz in der Innenverteidigung einnahm. Auch Luca Wollschläger war gegenüber der 1:2-Auftaktniederlage der Jenaer gegen den FSV Zwickau neu in der FCC-Anfangsformation. Für ihn musste Dion Ajvazi zunächst auf der Bank Platz nehmen.
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FC Carl Zeiss mit Problemen in der ersten Halbzeit
Die Umstellungen taten dem FC Carl Zeiss zu Beginn in der Defensive nicht gut. Schon in den ersten 15 Minuten mussten die Gäste drei brenzlige Situationen überstehen. Unter anderem rettete Timon Burmeister in der 6. Minute für den schon geschlagenen Marius Liesegang auf der Linie. In der 34. Minute scheiterte Babelsbergs Paul Wegener nach Ecke des Ex-Jenaers Tino Schmidt, der wenig später verletzt ausgewechselt wurde, am Querbalken. Die ansonsten blassen FCC-Kicker hatten kurz vor der Pause einen Hochkaräter. Doch Elias Löder traf Maximilian Kalkreuth statt des Tores. So blieb es beim 0:0 nach 45 Minuten.
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Grote reagierte auf den biederen Auftritt, brachte Reddemann nach der Pause. Der sorgte in der Abwehr für mehr Stabilität und auch in der Offensive gab es leichte Annäherungsversuche der Thüringer gen Babelsberger Tor. Später brachte der Jena-Coach auch Ajvazi und Manassé Eshele ins Spiel. Immerhin: Die Gäste hatten jetzt längere Ballbesitzphasen, taten sich wie nun auch Babelsberg, das in der Schlussphase stärker wurde, aber in Sachen klarer Torchancen schwer. So schien das 0:0 schon beschlossen, als in der Nachspielzeit der kurz zuvor eingewechselte Miguel Boog noch einmal in den Babelsberger Strafraum flankte. Er fand den Kopf von Löder (90. + 6), der für die späte Erlösung sorgte.







