Als Elias Löder in der 96. Minute den Ball über die Linie drückt, bricht es aus Marco Grote heraus. Der späte 1:0-Erfolg gegen den SV Babelsberg 03 am Freitagabend ist für ihn und den FC Carl Zeiss Jena mehr als drei Punkte: Es ist der erste Pflichtsieg unter dem neuen Trainer. „Ein Glücksmoment für alle Beteiligten“, sagt Grote. „Ich habe mich einfach gefreut.“
Trotz Kritik auch positive Ansätze beim FC Carl Zeiss
Grundsätzlich war der 53-Jährige mit „vielen Dingen sehr einverstanden“. Dass es hier und da gegen die Filmstädter noch an „Feinjustierungen und Abstimmungen“ gemangelt hat, „ist normal“. Etwas drastischer drückte es FCC-Kapitän Nils Butzen aus. „Mit so einer Leistung, gerade in der ersten Halbzeit, gewinnt man wenige Spiele“, sagte der Jena-Anführer. Dann hob er, wie sein Trainer, aber das Positive hervor.

Der Last-Minute-Sieg zeige Mentalität. „Das ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Es braucht diesen Dosenöffner nicht nur fürs Spiel, sondern auch für die Saison. So ein Lucky Punch kann ganz viel auslösen, auch mental“, meinte Butzen und fand: „Wir sind in der Saison angekommen.“
Gleich zwei Heimspiele binnen einer Woche für den FCC
Die hält für den FC Carl Zeiss in der neuen Woche nun gleich zwei Heimspiele bereit: Am Dienstag zunächst gegen Aufsteiger RSV Eintracht 1949 aus Stahnsdorf (Anpfiff 19 Uhr) und am Sonntag das Derby gegen den FC Rot-Weiß Erfurt (14 Uhr), das Sie auf dem Internetportal unserer Zeitung live verfolgen können.
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An die Wertigkeit des Duells gegen den Thüringer Erzrivalen wird Marco Grote regelmäßig erinnert. „Das Derby ploppt an allen Ecken und Enden auf. Sie können sich sicher sein, dass ich das verstanden habe. Wir werden das Spiel mit aller Gewissenhaftigkeit angehen und wir werden alles reinwerfen, wenn es soweit ist. Aber vorher wartet noch etwas anderes. Das wollen wir auch bewerkstelligen, das gehört zur professionellen Arbeit.“
Schließlich sei es sowieso am schönsten, beide Partien zu gewinnen. Das findet auch Nils Butzen, fordert aber vor der Partie am Dienstag gegen Stahnsdorf: „Die Leistung muss besser werden.“




