Der FC Rot-Weiß Erfurt hat im Konflikt um das Kontingent an Gästekarten für das Regionalliga-Derby am Samstag beim FC Carl Zeiss Jena eine beispiellose Entscheidung getroffen. Wie die Erfurter am Montag mitteilten, verzichten sie gänzlich auf das Gästekontingent und planen stattdessen eine eigene Live-Übertragung.

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Damit reagiert der Verein darauf, dass die Stadt Jena den Auflagenbescheid, den Gästebereich im Jenaer Stadion bei Risikospielen auf 800 Personen zu begrenzen, für das Derby aufrechterhält. In einem Schreiben an den FC Carl Zeiss als Veranstalter hatte der FC Rot-Weiß gefordert, die Situation umfassend zu prüfen und eine Erhöhung des Gästekontingents zu evaluieren. Diese Forderung war abgelehnt worden – eine finale Entscheidung, die von den Erfurtern als unverhältnismäßig und nicht angemessen bezeichnet wird. Weil das zur Verfügung gestellte Kontingent deutlich unter dem für Gästefans üblichen und für RWE erforderlichen liege und der Klub „das eigentliche Grundproblem nicht in der Anzahl der Gästefans, sondern in der Ausgestaltung und Wirksamkeit des Sicherheitskonzepts“ sieht, traf er nun diese Entscheidung.

RWE appelliert an Gegner, Gästebereich nicht für FCC-Fans zu öffnen

Zugleich appellieren die Rot-Weißen an den FC Carl Zeiss, „diese Position im Sinne des Fußballs und als Zeichen der Unterstützung für alle Fans mitzutragen und den Gästebereich an diesem Tag geschlossen zu lassen“ und behalten sich selbst vor, den Gästebereich geringfügig zu nutzen.

Um die Mannschaft im Derby, bei dem es für Erfurt um Platz drei und für Jena um Platz eins geht, dennoch zu unterstützen, will der FC Rot-Weiß eine eigene Live-Übertragung auf dem Erfurter Petersberg organisieren. Die Teilnahme soll für Mitglieder und Dauerkarteninhaber drei, für alle anderen fünf Euro kosten.