Bundesliga

«Unterschiedliche Auffassungen»: RB trennt sich von Vivell

RB Leipzig hat Kaderplaner Christopher Vivell mit sofortiger Wirkung freigestellt.

RB Leipzig hat Kaderplaner Christopher Vivell mit sofortiger Wirkung freigestellt.

Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Leipzig. RB Leipzig hat sich noch vor dem offiziellen Amtsantritt von Sportchef Max Eberl von Kaderplaner Christopher Vivell getrennt.

Wie der Pokalsieger mitteilte, wurde Vivell «in seiner Funktion als Technischer Direktor am gestrigen Donnerstag aufgrund von unterschiedlichen Auffassungen mit sofortiger Wirkung freigestellt». Am Freitag wurde bekannt, dass Vivell übereinstimmenden englischen Medienberichten zufolge neuer technischer Direktor beim FC Chelsea werden soll. Die Westlondoner waren auf der Suche nach einem neuen technischen Direktor, nachdem unter anderem Sportdirektorin Marina Granowskaja und der technische Berater Petr Cech den Verein verlassen hatten.

Der Schritt kommt überraschend, da Kaderplaner Vivell noch vor gut drei Wochen bei der Bekanntgabe der Eberl-Verpflichtung von RB-Clubchef Oliver Mintzlaff in den höchsten Tönen gelobt wurde. «Abschließend möchte ich aber auch noch einmal betonen, dass die sportliche Führung um Christopher Vivell und Florian Scholz unterstützt von Frank Aehlig in dieser Zeit tolle Arbeit geleistet und diese Lücke sehr gut ausgefüllt hat», sagte Mintzlaff. Auch Vivell selbst fühlte sich wohl und dankte dem Vorstandschef für seine «Rolle, die genau auf mich zugeschnitten wurde».

Die Aufgaben des 35-jährigen Vivell, der zuvor bei RB Salzburg als Sportkoordinator und Scout arbeitete und 2020 zu den Sachsen kam, werden bis zum Antritt von Eberl als neuer Geschäftsführer Sport am 15. Dezember «weiterhin im bestehenden Set-up bearbeitet», heißt es in der kurzen Club-Mitteilung.

© dpa-infocom, dpa:221007-99-41838/3 (dpa)