Es war eine kuriose Partie, welche die rund 800 Zuschauer in der Erfurter Riethsporthalle am Sonntag zu sehen bekamen. Die CATL Basketball Löwen gingen mit einem Rückstand von 13 Punkten in den letzten Spielabschnitt, gewannen diesen mit 32:9 und schlugen am Ende die Dresden Titans mit 94:84. Auch Neuzugang Mike Mitchell Jr. konnte dabei zum ersten Mal seine Qualitäten zeigen und wurde mit 27 Zählern punktbester Spieler.

Ein überragendes letztes Viertel zum Sieg

Vor allem die Defensive war es, die im vierten Spielabschnitt auf Seiten der Erfurter überzeugte und den Gastgeber damit den ersten Saisonsieg bescherte. „Im letzten Viertel haben wir, insbesondere in der Defensive, einen großen Schritt nach vorne gemacht. Das habe ich so auch von den Spielern gefordert, sie sollten in der Verteidigung geschlossen als Mannschaft agieren und sich noch mehr gegenseitig helfen“, erklärte Löwen-Trainer Florian Gut. „Durch die Defensive konnten wir auch selbstbewusster in die Offensive gehen, die Zuschauer mitnehmen und das Spiel für uns entscheiden. Das Publikum hat für eine überragende Heimspielatmosphäre gesorgt, von der wir uns dann auch haben tragen lassen“, so Gut weiter.

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Erneut Probleme in der Anfangsphase

Wie schon bei der 78:106-Heimniederlage gegen den FC Bayern Basketball II vergangene Woche hatten die Löwen dennoch auch in der Partie gegen Dresden Probleme, in die Partie zu kommen. „Wir sind wieder sehr schwierig in das Spiel gestartet und haben uns sehr schwer getan mit der Körperlichkeit und Wettkampfhärte von Dresden“, sagte Trainer Florian Gut nach dem Spiel. „Im zweiten Viertel sind wir dann gut in das Spiel gekommen und konnten uns an den Gegner anpassen. Es war wichtig nach der Startphase das zweite Viertel, wenn auch nur knapp, zu gewinnen“, so Gut weiter.

In die große Pause nach den ersten beiden Spielabschnitten ging es mit einem Rückstand von acht Punkten für die Löwen. Das dritte Viertel gestaltete sich sehr ausgeglichen, wobei den Löwen in der Offensive oft das Glück fehlte. „Dadurch konnten wir uns nicht belohnen und der Vorsprung von Dresden wurde wieder größer“, so der Löwen-Coach Gut.

Auch in den Ansprachen ist Paul Albrecht (Nummer 9) ein wichtiger Spieler für die Erfurter Löwen.
Auch in den Ansprachen ist Paul Albrecht (Nummer 9) ein wichtiger Spieler für die Erfurter Löwen.© Sebastian Dühring

Trio um Abra überragt

Neben Musa Abra und Mike Mitchell Jr. überzeugte zudem auch Paul Albrecht. Er holte 16 wichtige Rebounds und steuerte dabei auch noch 17 Punkte in der Offensive bei. „Die Statistik allein zeigt schon, dass Paul ein sehr wichtiger Anker in unserem Spiel ist, der unserer Mannschaft Stabilität gibt. Das ist er sowohl in der Defensive unter dem Korb, als auch in der Offensive als zentrale Station“, lobt Gut den 32-jährigen nach dem Heimsieg.

In der nächsten Woche geht es für die Basketball Löwen zum SV Fellbach Flashers, danach empfangen die Erfurter die Nachwuchsmannschaft von Ratiopharm Ulm.