Science City Jena ist in der BBL eine große Überraschung gelungen. Beim Tabellenführer Gladiators Trier gewannen die Basketballer von der Saale am Mittwochabend nach einem echten Krimi mit 95:94. Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als gut.

Science City Jena am Montagabend noch bei Alba Berlin gefordert

Für die Thüringer war die Begegnung in Sachen Erholung und Logistik eine extreme Herausforderung. Nicht einmal 48 Stunden vor dem Tipp-off in der ausverkauften Trierer SWT-Arena standen die Jenaer noch im BBL-Pokal bei Alba Berlin auf dem Parkett, verpassten den Einzug ins Final-Four. Etwa 750 Fahrkilometer und einen kurzen Zwischenstopp in Jena später landeten sie am Dienstagabend um 20 Uhr in Trier. Zur Vorbereitung auf die Partie, die sich mit Blick auf die kurze Erholungszeit geradeso noch im Bereich des Regelwerks bewegte, blieb dem Team von Björn Harmsen nur eine kurze Aktivierungseinheit am Mittwochvormittag zur Vorbereitung auf das Duell der beiden Aufsteiger.

Vet Concept Gladiators Trier vs Science City Jena, Basketball, easyCredit BBL, 8. Spieltag, Saison 2025/2026, 19.11.2025
Trifft mit der Schlusssirene: Eric Washington (Science City Jena), hier im Zweikampf mit Evans Rapieque (Gladiators Trier).© imago | Eibner-Pressefoto/Alexander Neis

Dass die Jenaer deutlich müder waren als ihre Kontrahenten, die bereits am Sonntag im Pokal ein Heimspiel gegen die Bayern hatten, war natürlich klar. Dennoch machten es die Gäste von Beginn an gut. Nach dem ersten Viertel lagen sie beim Tabellenführer mit 24:26 zurück. Ein bisschen symptomatisch fürs Science-City-Spiel war Eric Washington. Der machte starke acht Punkte in der Offensive, leistete sich aber auch vier Turnover in den ersten zehn Minuten. Ein Zeichen, dass ein paar Prozent fehlten.

Jena stemmt sich im zweiten Viertel gegen zweistelligen Rückstand

Im zweiten Viertel schienen sich die Befürchtungen dann zu bestätigen. Die in dieser Saison so bärenstarken Trierer zogen davon. Beim zweistelligen 26:37-Rückstand nahm Harmsen eine Auszeit. Die brachte zunächst wenig ein. Doch dann kämpften sich die Thüringer wieder heran, verkürzten bis zur Pause auf 52:54.

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In der Kabine gab es für die Gäste offenbar eine Frischzellenkur. Jena kam mit ganz viel Energie aufs Parkett, führte jetzt selbst beim 67:56 erstmals zweistellig. Besonders Joe Wiesekamp lief in dieser Phase heiß, war überhaupt nicht zu stoppen und sorgte damit für eine komfortable 79:66-Führung vor dem Schlussviertel.

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Auch in den finalen Durchgang erwischte Jena einen guten Start, verteidigte lange seine zweistellige Führung. Doch dann verkürzte Trier, Harmsen nahm zwei Auszeiten, um den Stopp zu erzwingen. Doch es half nichts, Trier war 30 Sekunden vor dem Ende auf 92:93 dran. Es wurde ein echter Krimi. Adekunle stellte fünf Sekunden vor dem Ende auf 94:93 für Trier. Science City hatte noch eine Chance. Und Washington schaffte das Undenkbare, traf per wildem Buzzer-Beater-Zweier zum 95:94-Sieg.