Das war ein Klassenunterschied: Science City Jena musste sich am Sonntagabend vor 3125 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena dem Tabellenführer und amtierenden Meister FC Bayern München mit einem deutlichen 61:106 (33:60) beugen.

Jenaer nur in der Anfangsphase unbeeindruckt

Doch zunächst ein starker Start für den Gastgeber: Science City ließ sich von den großen Namen nicht beeindrucken und ging zunächst mit 9:3 in Führung. Der Vorsprung hielt gegen die Bayern, bei denen mit dem Thüringer Johannes Voigtmann, Andreas Obst sowie Justus Hollatz und Oscar da Silva gleich vier deutsche Auswahlspieler im Kader standen, bis zum 12:14 nach reichlich fünf Minuten. Der Spitzenreiter war dann im Spiel angekommen und baute den Vorsprung bis zur Viertelsirene auf 28:21 aus.

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Jenas Neuverpflichtung Javon Franklin hatte gegen die Bayern einen schweren Stand und erzielte in seinem ersten Spiel vier Punkte.© imago/Christoph Worsch | IMAGO/Christoph Worsch

Am Spielverlauf änderte sich auch am Anfang des zweiten Viertels wenig: Bayern zog weiter seine Kreise, wobei der Jenaer Head-Coach Björn Harmsen innerhalb von einer Minute gleich zwei Auszeiten nehmen musste: Zu schnell zog der Euroleague-Teilnehmer, der am Donnerstag noch in Tel Aviv in der Verlängerung mit 106:111 verlor, auf 44:23 Mitte des zweiten Viertels davon. Vor allem in diesem Durchgang zeigten die Münchener ihr ganzes Können, spielten die Gastgeber schwindelig. Mehr als 50 Prozent erfolgreiche Dreier (8 von 15) standen zu diesem Zeitpunkt einer 15-Prozent-Quote auf Gastgeberseite gegenüber. Der amtierende Meister gewann den zweiten Durchgang mit 32:12 und führte zur Halbzeit mit 60:33.

Bayerische Dominanz bis zum Spielende

An ein Jenaer Comeback war auch im dritten Viertel nicht zu denken: Die Münchener legten einen 17:0-Lauf hin, der die bayerische Dominanz an der Saale zementierte. Die Gastgeber bekamen einfach keinen Zugriff auf die keinesfalls müde wirkenden Gäste, die das Spiel nach Belieben gestalteten und vor dem letzten Viertel mit 92:47 führten.

Und so ging es im letzten Viertel nur noch um Schadensbegrenzung beim Gastgeber. Doch das gelang trotz eines 14:14 im vierten Durchgang nur bedingt: Vom 21. Dezember 2016 datiert die bislang höchste BBL-Heimniederlage. Damals verloren die Jenaer mit 44 Punkten Unterschied – auch gegen die Bayern. Dieses Mal waren es beim 61:106 genau 45.

Aktuelle Nachrichten zu den Jenaer Basketballern:

Bis zum 6. März haben die Jenaer Basketballer Punktspielpause. Erst dann steht mit der Auswärtspartie bei Rasta Vechta – der ersten von insgesamt drei Begegnungen in fremden Hallen – wieder ein Punktspiel auf dem Programm. Zugleich ist es nach den Worten von Björn Harmsen der Beginn der entscheidenden Meisterschaftsphase.