Auch wenn sich Trainer Florian Gut vor dem Spiel gelassen gab, war es am Sonntag ein richtungsweisendes Heimspiel für die CATL Basketball-Löwen Erfurt. Im Falle einer Niederlage gegen Leitershofen würde der Rückstand auf die Playoff-Plätze in der Pro B Süd kurz vor Ende der Hinrunde schon auf vier Siege anwachsen. Umso wichtiger, dass Erfurts junger „Heilsbringer“ Musa Abra nach überstandener Verletzung wieder spielen konnte.

Doch auch mit ihrem Spielmacher-Talent mussten die Löwen im elften Spiel die neunte Niederlage hinnehmen. Abra ließ seine Klasse zwar einige Mal aufblitzen und kam am Ende auf 21 Punkte, doch die Gäste aus dem Landkreis Augsburg waren vor allem von der Dreierlinie deutlich gefährlicher und feierten mit 95:88 ihren sechsten Sieg.

Zu viele überhastete Abschlüsse

Es war ein Duell, in dem bis knapp eine Minute vor dem Ende kein Sieger abzusehen war. Anfangs führten die Löwen schon zweistellig (22:12, 8.), doch die Gäste kämpften sich schnell zurück und lagen zur Halbzeit mit 53:52 vorn. Im dritten Abschnitt zog Leitershofen auf 74:66 davon, doch dann erzielten die Erfurter zehn Punkte in Folge und gingen nach Dreier von Albrecht (16 Punkte/10 Rebounds), der mit Kamdem (19/13) unter den Körben eine starke Arbeit machte, mit einer 76:74-Führung ins Schlussviertel.

Dort ging Leitershofen schnell in Führung und hielt diese durchweg, ohne sich abzusetzen. Überhastete Abschlüsse verhinderten, dass Erfurt das Spiel dreht. Ein Korbleger zum 90:85 war 44 Sekunden vor Schluss die Vorentscheidung.