Es war die schwärzeste Stunde der jüngeren Vereinsgeschichte. Anfang Mai 2025 hatten die RSB Thuringia Bulls das Halbfinale des Champions Cups als hoher Favorit verloren. 58:67 hieß es gegen die Italiener aus Giulianova. Mit nur acht Punkten im Schlussviertel hatten sie den Sieg aus der Hand gegeben. Statt des erhofften dritten Titels im wichtigsten europäischen Rollstuhlbasketball-Wettbewerb wurde es am Ende nur Platz vier, denn tags darauf ging auch das Spiel um Platz drei gegen CD Ilunion Madrid deutlich verloren.
Eine Schmach, die für die Elxlebener seitdem auch ein Ansporn ist. Die beiden Niederlagen beim Final-Four um die europäische Krone waren ihre letzten, seitdem haben sie wettbewerbsübergreifend 23 Spiele gewonnen, wurden am vergangenen Wochenende zum fünften Mal Pokalsieger und sind auf einem guten Weg zum achten deutschen Meistertitel.
Zwei von vier Topteams bleiben auf der Strecke
An diesem Wochenende trifft das Team von André Bienek und Jens Albrecht nun wieder auf die beiden Teams, die ihnen vor zehn Monaten ihre letzten Pleiten beschert hatten. Beim Champions-Cup-Viertelfinalturnier in Giulianova treffen sie am Freitag (18.30 Uhr) auf die Gastgeber, am Sonntag (10 Uhr) auf Madrid und dazwischen am Samstag (16 Uhr/alle Spiele live auf YouTube bei der IWBF Europe) auf Fenerbahce Istanbul. Zwei der vier Teilnehmer schaffen es ins Final-Four.
„Das wird ein hartes Wochenende gegen drei Topteams. Giulianova hat in Italien wie wir den Pokal gewonnen, Madrid ist seit vielen Jahren eine der besten Mannschaften Europas und auch Fenerbahce ist sehr gut drauf, hat seinen starken Stadtrivalen Galatasaray besiegt“, sagte Bulls-Coach André Bienek kurz vor der Abreise Richtung italienische Adria. Doch seine Mannschaft sei gut vorbereitet – und werde definitiv niemanden unterschätzen. Schließlich will sie die schwarze Stunde vergessen machen.



