Als die Spieler der RSB Thuringia Bulls im Vorfeld des Spiels gegen den BBC Münsterland nach dem größten Talent der Rollstuhlbasketball-Bundesliga gefragt wurden, war die Antwort ziemlich eindeutig: Fünf Spieler und auch das Trainerduo nannten Maximilian „Maxi“ Lammering. Der deutsche Nationalspieler und Leistungsträger der Münsterländer sei mit Anfang 20 auf dem besten Weg, einer der besten Spieler der Liga zu werden, meint Bulls-Coach André Bienek.

Auch beim Spiel am Samstag überzeugte der Youngster des Tabellensechsten. 18 Punkte schenkte er dem Deutschen Meister aus Elxleben ein und sorgte dafür, dass sein Team anfangs dicht dran war und sich das Endergebnis mit 63:77 respektabel gestaltete. Dass die Bulls aber dennoch souverän ihren wettbewerbsübergreifend 29. Sieg in Folge feierten und sich als vorzeitiger Hauptrundensieger das Heimrecht für die Playoffs sicherten, hatten sie allen voran einem Österreicher zu verdanken. Hubert Hager gelangen als Topscorer 19 Punkte und elf Rebounds. „Hubsi“ war also noch einen Tick besser als „Maxi“.

In zwei Wochen soll Halouski wieder spielen können

„Hubert spielt gerade den besten Basketball seiner Karriere. Er ist nie zufrieden mit seiner Performance“, sieht Trainer Bienek den in der Vergangenheit oft etwas lässigen Hager ehrgeizig wie nie. Das ist umso wichtiger, da die Thüringer beim Kampf um drei mögliche Titel – den Pokalsieg haben sie schon – seit vier Wochen auf Alex Halouski verzichten müssen, den Bienek in seiner bis dato gezeigten Form als besten Spieler der Liga sieht.

Halouski laboriert an einem Mittelhandbruch in der linken Hand. „Da der Bruch ohne Operation verheilen soll, wird Alex geschont“, sagt Bienek. In zwei Wochen soll Halouski wieder spielen können – und damit rechtzeitig zum Final Four um den europäischen Champions Cup.