In den letzten zwei Monaten war es ruhig bei den Handballern des Nordhäuser SV. Klar, es ist Sommerpause. Aber die neue Saison steht schon in den Startlöchern. In rund einem Monat geht es los. Die Frauen starten am 13. September mit einem Auswärtsspiel beim Thüringer HC III. Die Männer greifen erst Ende September ins Ligageschehen ein. Am 26. September geht es zur HSG Hörselgau/Waltershausen.

Nordhäuser SV Handball
Pascal Eichentopf (links) lässt seine Mannschaft nicht im Stich. © Christoph Keil

In der letzten Ferienwoche ging es mit dem Training wieder los. Dabei blieb eine Frage lange offen: Wer wird Trainer der Männermannschaft in der Landesliga? Diese kann nun beantwortet werden. Nach langem Hin und Her wird Pascal Eichentopf die Mannschaft nochmals übernehmen, in kommissarischer Funktion.

Suche erwies sich als sehr schwierig

Noch im Juni gab er seinen Rücktritt bekannt. Eine Pause brauchte er, um etwas Abstand zu gewinnen, erklärte das Nordhäuser Urgestein damals. Zusammen mit Heiko Alert wird er bis auf Weiteres die erste Männermannschaft leiten.

„Ein neuer Trainer hat sich zunächst nicht gefunden. Ich kenne die Jungs sehr gut und weiß, was es ihnen bedeutet, Handball zu spielen. Das darf nicht gefährdet werden. Und für mich ist es eine Herzensangelegenheit. Dass die Mannschaft einen neuen Impuls braucht, davon bin ich weiterhin überzeugt“, sagte Eichentopf selbst dazu.

Siegerehrung NSV
Frank Ollech weiß, wo es langgeht.© Christoph Keil

Dass die Suche nach einem neuen Trainer in Nordhausen nicht leicht werden würde, war auch Abteilungsleiter Frank Ollech bewusst. „Wir haben mit mehreren potenziellen Trainern gesprochen. Entweder war es geografisch ungünstig oder es war eine gewisse Angst, dass es nur eine A-Jugend sein könnte, die spielen würde. Das hat alles nicht funktioniert und wir sind uns nicht einig geworden“, erklärte Ollech, der weiß, dass Nordhausen „weit weg vom Schuss ist.“

Trainerposten, statt sportlicher Leitung

Eichentopf sollte anderweitig im Verein integriert werden. Die sportliche Leitung sollte der 45-Jährige nach seiner Pause übernehmen. Nun aber kommt es doch anders.

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Nordhausens Handballer gewinnen gegen den VfB TM Mühlhausen II.© Christoph Keil | Christoph Keil

Die Nordhäuser stehen vor einer echten Herausforderung. Nach zwei Spielzeiten, in denen der Abstieg eigentlich feststand, gibt es weiterhin Landesligahandball in Nordhausen. Der Kader hat sich nicht verändert, sodass es wohl wieder um jeden Punkt gehen wird, der für den Klassenerhalt notwendig ist.

Die Aufgaben werden nicht leichter.

Frank Ollech, Abteilungsleiter Handball, über die neue Saison der Landesliga-Handballer

„Drei Tage nach dem Saisonende haben wir zusammengesessen und uns verständigt, dass wir gerne in der Liga bleiben wollten. Das war bis auf eine Person die einstimmige Meinung. Wir möchten die Herausforderung gerne annehmen. Es war ein positiver Tenor, auch wenn die Aufgaben nicht leichter werden. Der Umbau soll vonstattengehen, nichts anderes als der Klassenerhalt kann aktuell das Ziel sein“, so Ollech weiter, der auch den gesamten Verein bzw. die Abteilung Handball im Blick.

Geduld muss zurückkehren

Die Mannschaft hat sich, so der Abteilungsleiter, mit Kampf und Leidenschaft den Landesligahandball auch verdient. „Wir planen, einiges Bewährtes weiterzuführen und anderes auszubauen. Der Schritt mit der Jugend musste unweigerlich kommen, das hat sich auch für uns bewährt – trotz einiger Rückschläge und dem vorletzten Tabellenplatz. Vielleicht sind wir in bestimmten Situationen zu ungeduldig gewesen“, kennt Ollech die Schwachstellen, über die im Verein und der Mannschaft wohl offen geredet wurde.