Schwere Beine? Müde und kaputt? Einfach mal ausspannen und alle Viere grade sein lassen? Nicht mit Stephan Knopf. Der Arterner Triathlet hat am Wochenende die Weltmeisterschaften beim 70.3 Ironman in Nizza absolviert, sein persönliches Ziel erreicht und damit einen Haken in der eigenen Bucket-List gesetzt. 1900 m Schwimmen, 93 km Radfahren und ein Halbmarathon als Abschluss. Das sitzt.

Aber ans Sitzen, Ausruhen oder gar Relaxen denkt der Arterner nicht. Gleich am nächsten Tag ging es noch einmal ins Meer schwimmen und kurz vor dem Flug nach Hause wurden die Laufschuhe erneut angezogen. „Natürlich sind die Beine etwas schwer. Aber ich kann mir im Moment eine Pause nicht erlauben“, so Knopf. Warum nicht?

Voller Fokus auf Mexiko

Nach dem Rennen in Frankreich, für das er sich vergangenes Jahr qualifiziert hatte, geht der Fokus des 43-Jährigen sofort auf den nächsten Triathlon. Es geht nach Mexiko. Am 22. November absolviert der in Bad Frankenhausen geborene Ausdauerathlet die Ironman-Langdistanz in Cozumel. Also doppelt so viel wie soeben in Nizza (3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren, 42,195 km Laufen).

Stephan Knopf
An der Küste Nizzas mit dem Fahrrad entlang. © Magdalena Brämswig

„Wenn ich jetzt pausiere, fährt mein Körper runter und das wäre für die Planung der nächsten Wochen und Monate nicht gut. Dann wird es auf dem Level wieder schwerer, an die Leistungen heranzukommen. Deshalb kann ich mir aktuell keine Pause leisten“, sagt Knopf.

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Top100 war das Ziel

Sein Ziel in Nizza, die nach Australien 2016 und Südafrika 2018 seine dritte WM-Teilnahme bedeutete, war es, unter die Top100 zu kommen. Das ist ihm mit Platz 81 gelungen. Im größten Starterfeld mit 550 Kontrahenten eine starke Leistung.

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Die Zeit von etwas über fünf Stunden, die das erste Mal bei 15 Teilnahmen der Fall war, ist nicht die beste, was aber aufgrund der anspruchsvollen Strecke mit insgesamt über 1350 Höhenmetern, in Relation zu setzen ist. Hinzu kam, dass Knopf beim Wechsel vom Rad zum Lauf eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam. „Ich habe den Riemen vom Helm zu früh geöffnet“, so Knopf. Wieder in Deutschland angekommen: Sportklamotten an und raus an die frische Luft. Was sonst.