„Track meets Trail“ hieß es beim Zeulenrodaer Talsperrenlauf mit Start und Ziel im Waldstadion. 152 Teilnehmer auf den beiden Lauf- und Walking-Strecken sorgten für eine deutliche Steigerung im Vergleich zur Premiere im Vorjahr.
Damals hatte der Crosstriathlet Sebastian Küfner über 24 km noch dem Zeulenrodaer Lokalmatadoren Christian Seiler den Vortritt lassen müssen. Diesmal trug sich der 38-Jährige von Triathlon Gera in die Siegerlisten ein. In 1:37:27 h war er zwar drei Minuten langsamer unterwegs als vor Jahresfrist, hatte dafür aber eine Erklärung parat. „Im Januar und Februar war ich völlig außer Gefecht gesetzt. Erst im März konnte ich wieder mit dem Lauftraining beginnen. Unter diesen Umständen war ich fast schon schnell unterwegs“, sagt der erschöpfte Sebastian Küfner, der in zwei Wochen beim X-Terra in Kroatien in die Crosstriathlon-Saison einsteigen will.
Josie Hofmann eine Minute schneller als 2025
Während sich bei den Männern mit Lucas Heidrich (Ski-Verein Triebes) und Alex Peim (TSV Zeulenroda) zwei einheimische Läufer als Zweiter und Dritter auf dem Podest einordneten, hatte bei den Frauen eine Wahl-Geraerin die schnellsten Beine. Nach Platz fünf in der Vorwoche bei den Deutschen Meisterschaften im Berglauf ließ sich Maja Betz (SC Ostheim/Rhön) auch in Zeulenroda den Sieg nicht nehmen.
Die Feuerwehrfrau in Ausbildung ließ in 1:38:31 h nur Sebastian Küfner den Vortritt. „Das war eine sehr schöne Strecke, die ich aber nur bedingt genießen konnte“, so die einstige Profi-Triathletin, die mit Darmproblemen zu kämpfen hatte und nach dem Zieleinlauf gleich wieder die Toilette aufsuchte. Rang zwei ging an Olympia-Starterin Josie Hofmann, die in 1:54:10 h eine Minute eher als bei ihrem Sieg 2025 das Ziel erreichte.
Weidatalcross-Siegerin auch in Zeulenroda vorn
„Henry Zorn hat mich gezogen. Die Strecke ist toll, aber auch kräftezehrend. Die Anstiege sind gut verteilt. Ich habe mir immer gesagt, dass das jetzt der letzte Berg ist. Aber es kam immer noch einer“, so die Eisschnellläuferin, die inzwischen ihren Rücktritt vom Leistungssport erklärt hat.
Auf den kurzen Strecken war der Glauchauer Finn Beckmann nicht zu bezwingen. In 30:59 min siegte der 19-jährige Schwimmer vom SC Chemnitz von 1892 deutlich. „Mein Arbeitskollege hat mich angemeldet“, sagt der Erstplatzierte, der Sven Schmitt aus Ebersdorf bei Coburg und den Wünschendorfer Alfred Winkler auf die Plätze zwei und drei verwies.
Beim Zeulenrodaer Talsperrenlauf ist auch eine Olympionikin mit am Start
Schnellste Frau war Wanda Burzik (Ski-Verein Triebes), die 2024 den Weidatalcross für sich entscheiden konnte. „Der Anstieg zum Tiergehege hat die letzten Körner gekostet“, sagt sie. Auf den Medaillenplätzen landeten die Geraer U16-Läuferin Marlene Schille und Stefanie Öhl.




















