Robert Werner versprühte keine Euphorie, aber dennoch Zufriedenheit. Mit 3:0 (25:14, 25:21, 25:21) hatten sich seine Blue Volleys Gotha im Viertelfinal-Hinspiel beim niedersächsischen Vertreter Giesen Grizzlys II durchgesetzt und somit die Basis für ein Weiterkommen in den Playoffs gelegt. Das Rückspiel steigt am Samstag in der Ernestiner-Sporthalle Gotha (19 Uhr) und ist jetzt bereits so gut wie ausverkauft.

Großer Leistungsunterschied

Den Gästen müsste schon eine Sensation gelingen, wollte man das Hinspielresultat drehen und so einen „Golden Set“, einen goldenen Satz, erreichen. Dass der Leistungsunterschied zwischen dem Ersten der 2. Volleyball-Bundesliga Süd und dem Vierten der Nordstaffel derart groß sein würde, hatte Werner im Vorfeld nicht vermutet. Aber in der kleinen Giesener Halle samt niedrigem Dach hatten die Blue Volleys das Geschehen jederzeit im Griff und zogen das Tempo bei kleineren Rückständen so an, dass man schnell wieder in Führung ging. Zum wertvollsten Spieler wurde im Nachgang mit Angreifer Ben Bierwisch klarerweise auch ein Gothaer gewählt.

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„Vom Bauchgefühl her hätten wir gegen den Vierten aus unserer Staffel nicht so hoch gewonnen. Aber wir haben es solide gemacht. Die Jungs hatten Bock, wir haben die Gegebenheiten gut angenommen“, befand Werner. Nach dem hoch gewonnenen Auftaktsatz kam Giesen in den Folgesätzen zumindest etwas auf, ohne aber wirklichen Druck ausüben zu können. Und auch wenn sich zwei 25:21-Sätze eng anhören – knapp waren sie nicht wirklich.

„Wir sind so erwachsen, dass wir das Weiterkommen sicherstellen wollen und nichts anbrennen lassen. Jeder weiß, worum es geht, wir werden sie nicht unterschätzen“, blickt Werner voraus und nimmt die Favoritenrolle gerne an.