Im Nachgang eines sehr erfolgreichen Samstagabends gab es von Trainer Robert Werner ein großes Lob für die „jungen Wilden“. Beim Stand von 2:0 (25:21, 25:15) gegen Dresden tauschte der Coach der Blue Volleys Gotha sein gesamtes Team aus und warf mit Hannes Krauße, Magnus Kühn und Leonard Rieder gleich drei große Talente aus der Regionalliga-Zweiten ins Rennen.

Nachwuchs fügt sich prächtig ein

Das Trio begeisterte zusammen mit den Mitspielern und legte gegen nicht mehr mit der allzu großen Gegenwehr spielenden Sachsen eine kleine Gala auf das Parkett. 25:13 ging auch der dritte Durchgang an die Gothaer, der Heimsieg samt dem Einzug ins Finale der 2. Volleyball-Bundesliga war perfekt. Hier trifft man auf den FC Schüttorf, der sein Rückspiel gegen TV Rottenburg mit 3:0 gewann. Das Hinspiel steigt am kommenden Samstag zunächst in Gotha.

„Für so junge Spieler ist es super, vor einer geilen Kulisse Bundesliga spielen zu können. Wir waren durch, sie konnten richtig befreit aufspielen und haben sich in einen Rausch gespielt“, lobte Werner den Nachwuchs. Und so standen mit Hannes und Justus Krauße zwei Brüder auf dem Spielfeld – Erinnerungen wurden wach an die Spielerzeit von Robert Werner und dessen kleineren Bruder Richard, der nun immer größere Spielanteile erhält. „Sie nehmen ihre Rollen gut an, aber es wird ihnen auch sehr leicht gemacht, weil die Teamchemie sehr gut ist“, sagt der Coach.

18.04.2026, GER, Volleyball, 2.BL Maenner Sued / PlayOff (Best of 2 mit Golden Set), Saison 2025/2026, Blue Volleys Gotha - Enervigo Volleys Dresden
Jubel in der Kabine nach dem Einzug ins Finale.© Christian Heilwagen

Nach dem 3:1 im Hinspiel kamen die Blue Volleys so erneut ihrer Favoritenrolle nach. Dresden hätte mit 3:0 oder 3:1 gewinnen müssen, um überhaupt in den Golden Set zu gelangen. In der Anfangsphase durften sie mit Unterstützung von rund 50 Anhängern in der restlos ausverkauften Ernestiner-Sporthalle auch noch vom kleinen Coup träumen. Dresden agierte sehr druckvoll, allerdings hielt Gotha dagegen und ließ den Gästen keine große Chance, sich davonzuschleichen. Als Gothas Kapitän Christoph Aßmann mit zwei Punkten aus einem 16:15 ein 18:15 machte, schwang das Pendel zugunsten der Hausherren aus und der Satz wurde recht sicher nach Hause gebracht.

Gotha nach Satz eins klar überlegen

Dies gab einen weiteren Knacks im Spiel der Dresdner, bei denen man merkte, dass der Glaube an das Wunder immer mehr verschwand. Gotha bestimmte die Szenerie deutlich und verfügte in der Mitte über deutliche Vorteile. „Dass es für Dresden sehr schwer werden würde, nach dem ersten verlorenen Satz zurückzukommen, hat man gemerkt. Aber wir waren sehr konzentriert und abgeklärt“, freute sich Werner über die Steigerung im fortlaufenden Geschehen.

Da mit dem 2:0-Satzgewinn alle Messen gelesen waren, nutzen beide Trainer die Möglichkeit, anderen Spielern Matchpraxis zu geben. So bekamen die Zuschauer Einblicke in junge Gesichter, die man sich für die Zukunft merken sollte.

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Die jetzige Woche wird intensiv für die Vorbereitung auf die Finalserie genutzt. Das Training dafür wurde zuletzt angepasst und etwas gekürzt, „dafür aber sehr knackig“, wie Werner betont. Dass seine Mannschaft auf den Punkt genau topfit ist, sei kein Zufall. „Jetzt haben alle richtig Bock und werden 150 Prozent geben.“