Die Sommerpause ist vorbei, die Karten werden neu gemischt: In den drei Fußball-Kreisoberligen Mittelthüringen, Westthüringen und Erfurt/Sömmerda rollt am Wochenende wieder der Ball. Den Auftakt machen jeweils am Freitagabend die Eröffnungsspiele.

Großrudestedt startet als Aufstiegsfavorit

Erfurt/Sömmerda: Die große Frage lautet: Wer kann Landesklasse-Absteiger SV Großrudestedt gefährlich werden? Union Erfurt nahm im Sommer einen Trainerwechsel vor, für den zum Thüringenligisten Fahner Höhe gewechselten Sascha Balcerowski leitet nun Thorsten Schmeißer die Geschicke. Beim TSV Kerspleben, ebenfalls mit Aufstiegsambitionen, muss man schauen, wie der Abgang von Stürmer Kaoa Kahlef nach Bad Berka aufgefangen werden kann. Ansonsten ist das Feld breit gefächert, Überraschungsteams könnten neben Vieselbach und Eintracht Erfurt auch die beiden starken Aufsteiger SV Frohndorf/Orlishausen und Motor Gispersleben II sein. Zudem überraschte Fortuna Ingersleben in der Vorbereitung mit guten Ergebnissen – trotz vieler Abgänge, die es jeweils zu höherklassigen Vereinen zog. 

Kreisoberliga: SG An der Lache Erfurt vs. TSV Kerspleben (07.09.2025)
Viele spannende Stadtderbys, wie hier zwischen Lache Erfurt (Justin Schaper schießt) und TSV Kerspleben (Valentin Lorenz), sind garantiert. © Sebastian Dühring

VfB Apolda mit unverändertem Aufgebot

Mittelthüringen: Die Kreisoberliga Mittelthüringen dürfte trotz des Aufstieges von Germania Ilmenau nicht an Qualität verloren haben. Mit dem VfB Apolda kam ein Team aus der Landesklasse runter, welches erst am letzten Spieltag den bitteren Abstieg hinnehmen musste, allerdings im Kader keine wichtigen Abgänge zu verzeichnen hatte. „Wir werden eher stärker sein“, sagte VfB-Coach Patrick Dittombée direkt nach dem letzten Spieltag der Vorsaison.

Neben der Reserve des FC Saalfeld stieg zudem der ambitionierte VfB Oberweimar auf, der die Kreisliga Nord dominierte. Wie es der Zufall will, treffen beide Teams zum Derby am ersten Spieltag aufeinander. Am Sonntag, 16. August, ist um 15 Uhr Anpfiff auf dem Kunstrasen des Weimarer Lindenbergs.

Zum Eröffnungsspiel am Freitag, 14. August, empfängt der TSV Bad Blankenburg um 18.30 Uhr den TSV Elgersburg. Zwei Teams, die wie Haarhausen und Teichel sicher wieder im oberen Drittel mitmischen werden. Für den VfB Apolda wird der direkte Wiederaufstieg auf jeden Fall keine leichte Aufgabe.

Vizemeister Vacha will in die Landesklasse

Westthüringen: Die Liga startet mit einem klaren Titelfavoriten. Beim Vizemeister und Kreispokalsieger Vacha redet niemand um das Thema herum. „Natürlich peilen wir den Aufstieg an, wissen aber, dass es kein Selbstläufer ist“, sagt Trainer Martin Walter. Der 34-Jährige mit B-Lizenz hat die Verantwortung als neuer Cheftrainer übernommen und setzt konsequent auf die Integration eigener Nachwuchsspieler.

Als schärfsten Konkurrenten hat Walter den ESV Lok Gotha im Blick. Die Gothaer haben sich personell weiter verstärkt (Reichmuth, Körber, Schmidt). Ebenfalls oben erwartet werden darf Landesklasse-Absteiger Eintracht Ifta, auch wenn im Sturm nun Torjäger Tobias Leinhos (Laufbahnende) fehlt.

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So feierte Eintracht Eisenach den Aufstieg in die Kreisoberliga, wo nun Gegner anderen Kalibers warten. © Mike El Antaki

Für frischen Wind sorgen zwei Aufsteiger mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen. Motor Tambach-Dietharz verfügt mit routinierten Spielern wie Müller, Schumacher, Blauth, Ewald und Dick über reichlich höherklassige Erfahrung, während Eintracht Eisenach eine der jüngsten Mannschaften der Liga ins Rennen schickt. Gleich zum Auftakt wartet auf die Eisenacher im Heimspiel am Freitag (Anstoß 18.30 Uhr) mit Ifta eine erste Reifeprüfung. Brisanz bringt die Partie zusätzlich mit, nachdem zwei Spieler zunächst in Ifta zugesagt hatten, sich anschließend aber doch für einen Verbleib bei Eintracht Eisenach entschieden.

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Den namhaftesten Neuzugang der Staffel vermeldete die SG Wandersleben mit Luca Florian, der für Erfurt schon in der Regionalliga spielte. Die meisten neuen Gesichter gibt es bei Blau-Weiß Dermbach durch die neue Spielgemeinschaft mit Diedorf/Rhön und Stadtlengsfeld. Dennoch muss sich der Vorjahres-14. wohl wieder auf Abstiegskampf einstellen.