Es geht jetzt Schlag auf Schlag beim Thüringer HC. Eine Nacht nach dem 43:36-Erfolg bei Union Halle-Neustadt saß Trainer Herbert Müller nach dem Frühstück schon wieder bei der Video-Analyse und bereitete die nächste Aufgabe vor. Schon am Sonntag (16 Uhr) wartet das nächste Match für die Handball-Frauen aus Bad Langensalza. Dann startet der Titelverteidiger in Ungarn bei Motherson Mosonmagyarovari KC in die European League.
Erinnerung an Test in Ungarn und Hotel mit Thermalbad
„Wir fahren am Samstag ab sieben Uhr von Erfurt mit dem Zug bis nach Wien. Hoffentlich geht auch alles gut bei den angekündigten Wetter-Kapriolen“, sagte Müller über die Reiseplanung. Am Bahnhof holt ein Bus das Team dann ab und fährt ins 80 Kilometer entfernte Mosonmagyarovar nahe Györ. Dort spielte der THC vor zwei Jahren schon einmal bei einem Vorbereitungsturnier – und unterlag den Gastgeberinnen. Man sei also gewarnt, so Müller, der sich vor allem an das schöne Hotel mit Thermalbad erinnert.
Mosonmagyarovari KC ein routiniertes Team
Der MKC sei eine Mannschaft mit internationaler Erfahrung, mit routinierten Spielerinnen und Trainer Dragan Adzic, der mit Podgorica zweimal (2012, 2015) die Champions League gewann, erklärte Müller. „Trotzdem ist es wichtig, in der Gruppenphase einen möglichst guten Start hinzulegen. Holt man gleich vier oder sechs Punkte wie letzten Jahr, kann man davon zehren. Es ist eine Milchmädchenrechnung. Larvik ist in unserer Gruppe der klare Favorit. Wir müssen uns mit Siegen gegen Baia Mare aus Rumänien und Monsonmagyarovar durchsetzen“, weiß der diplomierte Mathematiker Müller.

Die Generalprobe glückte mit dem vierten Bundesliga-Sieg in Folge in Halle-Neustadt. „Damit sind wir nach unserem eher schwachen Saisonstart wieder sicher unter den Top 4. Und die 43 Tore waren super. Wir hatten vor der Pause eine ganz starke Viertelstunde mit einer tollen Natsuki Aizawa.
Müller: In der Schlussphase ein bisschen experimentiert
„Mit 24:15 war die Partie da schon entschieden“, sagt Müller. Dass es danach nach zwölf Toren Vorsprung in den fünf Minuten nur noch sieben wurden, nahm Müller auf seine Kappe. „Ich habe da ein bisschen experimentiert, den jungen Spielerinnen Einsatzzeit gegeben. Da ist in der Abwehr was durcheinandergeraten“, sagte Müller.
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Das Rezept für einen Auswärtssieg in Ungarn sei aber eine stabile Abwehr. Auch ohne den verletzten Innenblock Hanfland/Niederwieser, die beide Ende Januar zurückkehren sollen, glaubt Müller fest an seine Frauen. „Kelly Rosa ist bereits hinten eine Bank“, lobt Müller die schnelle Eingewöhnung der Brasilianerin, die in der Winterpause nach Thüringen kam.






