Der Name „Schattenbanken“ ist eigentlich irreführend. Denn weder arbeiten Investmentfonds, Vermögensverwalter oder Versicherer im Verborgenen, noch ist ihr Geschäft illegal. Ganz Im Gegenteil – ihre Bedeutung als Finanzierer und Organisatoren immer komplexerer Finanzgeschäfte nimmt kontinuierlich zu. Die Grenzen zum traditionellen Bankwesen verwischen, es entsteht ein Geflecht gegenseitiger Abhängigkeiten.

Es ist eben jene Vernetzung, die Beobachter nervös macht. Gefordert werden Stresstests, Liquiditätsreserven und Notfallmechanismen. Das ist schon deshalb nicht einfach, weil die Branche extrem heterogen ist.

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Seit dem letzten globalen Beben vor 15 Jahren werde der Bankensektor umfassender reglementiert und überwacht, betonen seine Vertreter. In der Folge seien große Teile von Fi­nanzierungen in den weniger regulierten Bereich der Nichtbanken abgewandert. Weil sie weniger streng reguliert werden, können Nicht-Banken höhere Risiken eingehen und sich profitablere Geschäftsfelder erschließen.

Sabine Rößing
Sabine Rößing, Wirtschaftskorrespondentin© privat | Privat

Die Gefahr für das Finanzsystem entsteht aber durch die enge Verflechtung zwischen den sogenannten Schattenbanken und den Banken. Denn diese enge Zusammenarbeit ist offenbar für beide von Vorteil. Aufsichtsbehörden und Regulatoren müssen dringend die Schnittstellen stärker in den Blick nehmen, um auf Krisenanzeichen besser reagieren zu können.