Zwei Zusammenkünfte haben gereicht, damit die Verhandlungen zwischen dem Arbeitgeberverband Awo Thüringen und der Gewerkschaft ver.di zum Tarifvertrag 2026/2027 zu einer Einigung geführt haben – vorbehaltlich der Zustimmung der Mitglieder von ver.di und des Arbeitgeberverbandes. Mit dem neuen Tarifabschluss wird die Einkommensentwicklung an den öffentlichen Dienst weiter angeglichen und die Attraktivität der sozialen Berufe gestärkt, so die Awo-Unternehmenskommunikation.
Erhöhung ab April 2026 um drei Prozent
Die Einigung sieht ab 1. April 2026 eine Erhöhung der Vergütung um drei Prozent, mindestens jedoch um 110 Euro, vor. Zum 1. Januar 2027 folgt eine weitere Anhebung um 2,8 Prozent. Für die Beschäftigten in der Pflege wird zusätzlich eine monatliche Zulage eingeführt: ab dem 1. April 2026 beträgt sie 120 Euro, ab dem 1. Januar 2027 steigt sie auf 140 Euro. Die Vergütung der Auszubildenden wird ab 1. April um monatlich 75 Euro und ab 1. Januar 2027 um weitere 75 Euro erhöht.
Darüber hinaus erhalten laut des neuen Tarifvertrags, der bis 31. Dezember 2027 gilt, alle Beschäftigten künftig zwei sogenannte arbeitsfreie „Awo Thüringen Tage“ pro Jahr. Diese dienen der Regeneration und zur Förderung von Gesundheit. Zudem wird die Jahressonderzahlung im November 2026 auf 75 Prozent und 2027 auf 80 Prozent des Bruttoverdienstes angehoben.


