Der Autohersteller Volkswagen hofft, den drohenden Produktionsstopp wegen des Lieferausfalls des Chipherstellers Nexperia noch verhindern zu können. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, habe VW einen alternativen Lieferanten gefunden, mit dem zurzeit verhandelt werde. Um welches Unternehmen es sich handelt, sagte Markenproduktionsvorstand Christian Vollmer nicht.

Zuvor hatte die niederländische Regierung den Halbleiterhersteller Nexperia unter staatliche Kontrolle gestellt, worauf dieser die Lieferungen seiner Chips komplett einstellte. Grund für die Übernahme durch die Regierung waren Sicherheitsbedenken. Nexperia gehörte dem chinesischen Konzern Wingtech, der wegen angeblicher Risiken für die nationale Sicherheit seit Dezember vergangenen Jahres auf einer schwarzen Liste der US-Regierung steht.

Auch interessant

Nexperia-Lieferstopp: Unklar, ob auch weitere Autobauer betroffen sind

Nexperia liefert über den Umweg über andere Zulieferer Dioden, Transistoren und Chips an VW – sie sind für den Bau von Autos essenziell. Noch am Mittwoch hatte VW deshalb vor möglichen Produktionsausfällen gewarnt, die auch kurzfristig möglich seien. Ob auch bei anderen Autobauern Lieferengpässe drohen, ist unklar.

jst/dpa