Peter Thiel sorgt erneut für Schlagzeilen: Der berühmte Tech-Milliardär hat sich überraschend von all seinen Nvidia-Aktien getrennt. Mit seinem Hedgefonds Thiel Macro LLC veräußerte er im dritten Quartal 2025 sämtliche 537.742 Anteile am führenden US-Chiphersteller und verdiente dabei rund 109 Millionen US-Dollar. Dieser Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Stimmung in der Tech-Branche kippt – immer mehr Investoren warnen vor einer möglichen Blase, die durch den Hype um künstliche Intelligenz entstehen könnte.
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Alphabet-Chef: „Kein Unternehmen wird immun sein“
Thiel äußerte wiederholt Bedenken hinsichtlich einer möglichen Überbewertung von KI-Unternehmen und einer drohenden Investitionsblase in der Branche. Die Sorgen um die KI-Branche kommen trotz beeindruckender Geschäftszahlen des Unternehmens. Nvidia verzeichnete einen massiven Anstieg seines Umsatzes um 56 Prozent auf fast 47 Milliarden US-Dollar, vor allem dank der Nachfrage nach seinen Chips für Rechenzentren. Zudem konnte Nvidia kürzlich bekannt geben, dass es bis 2026 Aufträge im Wert von 500 Milliarden US-Dollar sichern konnte. Dennoch hat der Aktienkurs im November 2025 um 7,9 Prozent nachgegeben – der steile Anstieg der vergangenen Jahre scheint ins Stocken zu geraten. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie aber immer noch 37,5 Prozent im Plus.
Sollte die KI-Blase platzen, wären alle Unternehmen betroffen, sagte der Chef von Googles Mutterkonzern Alphabet. Bei „BBC News“ sagte Sundar Pichai, dass das Wachstum der Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) zwar ein „außergewöhnlicher Moment“ gewesen sei, der aktuelle KI-Boom aber auch einige „Irrationalitäten“ aufweise. Auf die Frage, ob Google von den Auswirkungen des Platzens der KI-Blase verschont bliebe, sagte Pichai, der Technologiegigant könne diesen potenziellen Sturm überstehen, warnte aber gleichzeitig:
„Ich glaube, kein Unternehmen wird immun sein, auch wir nicht.“
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Strategische Absprachen treiben Aktien in die Höhe
Ein weiterer Grund zur Skepsis: Einige Kritiker bemängeln sogenannte „zirkuläre Deals“ im KI-Sektor, bei denen Firmen wie Nvidia von anderen Tech-Giganten große Geldsummen für ihre Produkte erhalten, während es gleichzeitig zu strategischen Absprachen kommt, die Technologieaktien weiter in die Höhe treiben könnten – wie etwa bei einem milliardenschweren Deal zwischen Nvidia und OpenAI. Auch bekannte Investoren wie Michael Burry, berühmt für seine Spekulationen gegen den US-amerikanischen Immobilienmarkt vor der Finanzkrise 2008, setzen mittlerweile auf fallende Kurse bei KI-Werten.
Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Nvidia-Chips ungebrochen. Große Technologieunternehmen wie Microsoft, Google, Oracle und Meta investieren weiterhin Milliarden in die Hardware von Nvidia, um ihre KI-Infrastruktur auszubauen.




