Der chinesische Konzern „Anta Sports Product“ denkt offenbar über eine Übernahme des deutschen Sportartikelherstellers Puma nach. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Anta ist ein an der Hongkonger Börse notiertes Unternehmen. Es prüfe derzeit, Puma zusammen mit einer Private-Equity-Firma zu übernehmen, sagten Insider laut dem Bericht gegenüber Bloomberg. Der Aktienkurs von Puma schoss nach Veröffentlichung der Spekulationen vorübergehend nach oben.

Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass Gerüchte über einen Kauf von Puma in der Wirtschaftswelt kursieren – und Anta soll auch nicht der einzige Interessent sein. Auch der chinesische Sportbekleidungshersteller Li Ning prüft laut Bloomberg einen Kauf des deutschen Unternehmens. Zudem könnte Puma für das japanische Unternehmen ASICS ein interessantes Geschäft sein, heißt es in dem Bericht.

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Auf Anfrage von Reuters äußerten sich die mutmaßlichen Kaufinteressenten nicht oder nur sehr vage. „Es gebe keine substanziellen Verhandlungen“, ließ Li-Ning wissen, allerdings wolle man weiter wachsen.

Puma ist angeschlagen – neuer CEO will Einsparungen

Puma ist derzeit etwa 2,5 Milliarden Euro wert. Der Konzern war zuletzt ins Straucheln gekommen. Seit Sommer trudelt das Unternehmen aus Herzogenaurach in der Verlustzone, die Umsätze sinken, der Börsenkurs sank seit Jahresbeginn um rund 60 Prozent. Nach einem Rekordhoch von 115 Euro im Jahr 2021 ist das Papier derzeit noch rund 20 Euro wert. Bereits 2022 stieg Puma aus dem Dax in den MDax ab. Großaktionäre haben in den vergangenen Monaten immer wieder öffentlich über Verkaufsabsichten nachgedacht. Einer Übernahme stünde also nichts im Wege.

Puma Quartalszahlen
Arthur Hoeld konnte zuletzt gute Quartalszahlen vorlegen. Doch die Wende ist bei Puma noch nicht geschafft. © Daniel Löb/dpa | Daniel Löb

Der neue Vorstandschef Arthur Hoeld will das Ruder jetzt herumreißen. Bis Ende 2026 sollen rund 900 Stellen in der Verwaltung gestrichen und das Produktportfolio gestrafft werden. Ab 2027 soll Puma laut Hoeld wieder auf einen Wachstumskurs umschwenken, das verkündete der CEO bereits Ende Oktober. Details zu Kosten für das Programm sowie Einsparungen machte Puma damals nicht.

lro mit dpa