Nach der erneuten Blockade der Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) die Beschäftigten im Nahverkehr Thüringen zu einem dreitägigen Warnstreik auf. Die Arbeitsniederlegungen finden den Angaben zufolge ganztägig von Montag, dem 9. März, bis einschließlich Mittwoch, dem 11. März, statt – diesmal dezentral in allen Betrieben des Nahverkehrs.
Diesmal wird in den Depots, Werkstätten und Betriebshöfen demonstriert. Zum Streik aufgerufen sind laut Mitteilung auch die Regionalbus-Gesellschaft Unstrut-Hainich-Kreis und Kyffhäuserkreis sowie die Stadtbus-Gesellschaft Mühlhausen und Sondershausen.
Während dieses Zeitraums kann es demnach in beiden Landkreisen zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Personennahverkehr kommen. „Trotz des Warnstreiks wird in einzelnen Bereichen ein eingeschränktes Angebot aufrechterhalten“, verspricht Alexandra Hasert von der Regionalbus-Gesellschaft. „Die Stadtbuslinien in Sondershausen werden vollständig bedient. Hier verkehren die Linien 1, 2, 3 und 5 regulär.“
Notfahrplan für Regionalbuslinien wird kurzfristig veröffentlicht
Für die Regionalbuslinien im Raum Mühlhausen, Bad Langensalza und Sondershausen werde ein Notfahrplan eingerichtet. „Dieser wird zeitnah veröffentlicht, sobald die finalen Fahrplandaten vorliegen. Fahrgäste werden gebeten, sich frühzeitig über mögliche Änderungen zu informieren und – sofern möglich – alternative Verkehrsmöglichkeiten zu nutzen“, so die Sprecherin.
Aktuelle Informationen zum Busverkehr sowie der Notfahrplan für die Regionalbuslinien werden auf den Onlinekanälen der Verkehrsunternehmen bekannt gegeben. Nach aktuellem Stand soll der reguläre Busverkehr ab Donnerstag, 12. März, wieder planmäßig aufgenommen werden. Der nächste Verhandlungstermin zwischen den Tarifparteien ist für den 18. März angesetzt.
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Hintergrund der Arbeitsniederlegung sei die anhaltende Weigerung des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Thüringen (KAV), überhaupt über das von den Beschäftigten geforderte Wahlmodell zur Arbeitszeitgestaltung zu verhandeln. Auch in der dritten Runde verweigerten die Arbeitgeber laut Verdi jede inhaltliche Auseinandersetzung.
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