Der Volkswagen-Konzern hat im ersten Quartal deutlich weniger Gewinn gemacht. Zwischen Januar und März sank das Ergebnis nach Steuern im Vergleich zum Vorjahr um 28,4 Prozent – von 2,186 Milliarden Euro auf 1,564 Milliarden Euro, wie der größte europäische Autobauer in Wolfsburg mitteilte. Im ersten Quartal 2025 hatte VW unterm Strich noch 2,19 Milliarden Euro verdient. Das waren damals bereits 41 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

VW verschärft Sparkurs und arbeitet an neuem Geschäftsmodell

Der Umsatz schrumpfte um 2,5 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro. Die operative Umsatzrendite lag mit 3,3 Prozent noch einmal niedriger als vor einem Jahr, als es 3,7 Prozent waren. „Kriege, geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren, verschärfte Regulatorik und ein harter Wettbewerb sorgen für Gegenwind“, sagte Konzernchef Oliver Blume laut Mitteilung.

Der Konzern hat bereits angekündigt, seine Sparbemühungen zu verstärken. Am Dienstag hatte der Vorstand das eigene Management informiert: Im derzeitigen Umfeld reichten die bislang geplanten Kostensenkungen nicht aus, hieß es. Der Konzern müsse sein Geschäftsmodell grundlegend verändern. Dem Umfeld will VW mit einer neuen Strategie 2030 begegnen und sich neu aufstellen.

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„Die Volkswagen Group hat eine starke Substanz“, wurde Blume zitiert. „Allerdings verdienen wir heute nicht genügend Geld mit unseren Fahrzeugen, um unsere Zukunft nachhaltig zu finanzieren.“ Zuvor hatte der Aufsichtsrat über einen Bericht des Vorstands zum Sanierungsprogramm und zum Stand der Sparbemühungen beraten. 

Volkswagen: USA und China drücken auf Verkaufszahlen

Der VW-Konzern leidet weiter unter schwachen Verkaufszahlen, vor allem in China und den USA. Weltweit drückte das die Zahl der Auslieferungen im Konzern in den Monaten Januar bis März auf nur noch 2,05 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken, 4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Vor allem in China und Nordamerika gingen die Auslieferungen zurück. Zuwächse in Europa konnten das nicht ausgleichen.

In den USA hat VW inzwischen Konsequenzen gezogen – und stellt im Werk Chattanooga die Produktion des E-Autos ID.4 ein. Das dürfte nun auch die Quartalsbilanz belasten: Analysten rechnen mit einer hohen Abschreibung. Christian Frenes von Goldman Sachs bezifferte die Belastung des Produktionsendes des ID.4 in den USA auf voraussichtlich rund 450 Millionen Euro.

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Porsche und Traton drücken mit schwachen Zahlen auf das Konzernergebnis

Belasten werden den Konzern die schwachen Zahlen, die Porsche am Vorabend vorgelegt hat. Von Januar bis März ging dort der Gewinn nach Steuern um fast ein Viertel zurück – von 518 Millionen auf 391 Millionen Euro. Porsche hatte dem Mutterkonzern bereits im vergangenen Jahr die Bilanz verhagelt – und einmal sogar für rote Zahlen im Quartal gesorgt. Verglichen damit verlor der Rückgang bei Porsche nun aber an Tempo.

Noch stärker durchschlagen könnte das Ergebnis der Lkw-Tochter Traton mit den Marken MAN und Scania, die ihre Zahlen ebenfalls bereits am Dienstag vorgelegt hat. Sondereffekte von mehr als 500 Millionen Euro drückten dort das operative Quartalsergebnis um mehr als 90 Prozent auf nur noch 60 Millionen Euro. Grund waren vor allem Kosten für Anpassungen bei der Elektromobilität und Zivilklagen nach einem EU-Kartellverfahren. 

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Im vergangenen Jahr war der Gewinn des VW-Konzerns um knapp die Hälfte eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahr sank das Konzernergebnis nach Steuern 2025 um rund 44 Prozent. Auch Umsatz und Absatz gingen zurück. Für 2026 strebt der Konzern wieder mehr Profitabilität an – bei bis zu drei Prozent mehr Umsatz. Im ersten Quartal 2025 hatte VW unterm Strich noch 2,19 Milliarden Euro verdient. Das waren bereits 41 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

dpa/jcst