Der Ausbau der Solarenergie hat in Thüringen in den vergangenen Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen. Aktuell sind im Freistaat 131.615 Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 3400 Megawatt in Betrieb. Damit deckt Solarstrom bereits rund 28 Prozent des Thüringer Stromverbrauchs. Gleichzeitig wächst der Strombedarf durch Elektromobilität, Wärmepumpen und die Elektrifizierung von Industrie und Gewerbe. „Um diesen Bedarf künftig klimafreundlich und möglichst regional zu decken, bleibt der Ausbau der Solarenergie ein wichtiger Baustein der Energiewende“, erklärt Andreas Braun von der Thega, der Landesenergieagentur Thüringens. Seit 2010 treibt sie die Energiewende im Freistaat voran und fungiert als Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien, kommunalen Klimaschutz, nachhaltige Mobilität, Ressourceneffizienz und klimafreundliche Wärme.
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Im Auftrag des Thüringer Energieministeriums will die Thega in einem Forschungsprojekt mit der Universität Erfurt nun klären, ob gezielte Informationen mehr PV-Anlagen auf Thüringens Dächer bringen als klassische Förderprogramme. Dafür werden rund 30.000 Hauseigentümer in fünf Thüringer Regionen – im Wartburgkreis, im Unstrut-Hainich- und im Ilm-Kreis sowie im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und der Stadt Jena – über die Potenziale einer eigenen Solaranlage informiert. Das Projekt läuft bis 31. Januar 2027, die Ergebnisse sollen Ende März 2027 vorliegen. Das Pilotprojekt dazu fand in Weimar statt.
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„Solarstrom bleibt eine attraktive Möglichkeit, die eigenen Stromkosten zu senken und zur Gesamtmenge des erneuerbaren Stroms beizutragen -- seit Juni auch durch Energysharing“, erklärt Energieminister Tilo Kummer (BSW). Dabei können Hauseigentümer ihren Strom an Nachbarn verkaufen. „Hier braucht es noch Verbesserungen, aber die Richtung stimmt.“





