Großflächige Lagerstätten mit Milliarden Tonnen an Kalirohsalz liegen unter der Erde im Norden Thüringens. Das bestätigen die Experten des Kutec in Sondershausen. Und die beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit der Erforschung von Lagerstätten und der Verarbeitung von Rohstoffen weltweit.
Bei einer ganzen Generation von einstigen Bergleuten dürften die Erkenntnisse der Kaliforscher ungläubiges Kopfschütteln hervorrufen, bei einigen auch Wut. Schließlich war die schrittweise Stilllegung eines Kaliwerkes nach dem anderen in Sondershausen, Sollstedt, Bleicherode, Roßleben oder Bischofferode Anfang der 90-er Jahre von Treuhand und Vorstand der damaligen Mitteldeutschen Kali AG immer wieder auch damit begründet worden, dass die Rohstoffe erschöpft seien.
Auch interessant
Tausende Bergleute wurden damals in die Arbeitslosigkeit geschickt, gestandene Männer vergossen Tränen bei ihrer letzten Einfahrt in die Gruben. Ein beispielloser Kahlschlag, der Nordthüringen wirtschaftlich gewaltig zurückwarf und die gesamte Region über Jahre mit den höchsten Arbeitslosenquoten in Thüringen dastehen ließ.
Nicht erst seit die Tochter einer australischen Firma nach vorhandenem Kali unter Nordthüringen suchen ließ, haben sich die Argumente der Betreiber der Bergwerksaufgaben im Norden des Freistaats als haltlos erwiesen. Die vorhandenen Vorräte ermöglichen einen Abbau für mehrere Jahre.
Die Daten der Experten bestätigen nun, wovon die Kumpel im Südharzrevier immer ausgingen. Aber ihre Meinung war nicht gefragt. Ein Grund für das Misstrauen vieler Menschen in der Region bei politischen Entscheidungen, das bis heute anhält.





