Das Bundeskartellamt hat Rewe die Übernahme von 38 Tegut-Filialen erlaubt. Rewe habe sich dafür verpflichtet, während vier Jahren auf den Erwerb von zwei weiteren Tegut-Standorten in den hessischen Städten Marburg und Schlüchtern zu verzichten, erklärte die Wettbewerbsbehörde. Damit würden die wettbewerblichen Bedenken des Bundeskartellamtes „ausgeräumt beziehungsweise auf ein fusionskontrollrechtlich hinzunehmendes Maß reduziert“.
In Thüringen betrifft die erlaubte Übernahme nur die Tegut-Filiale in der Eichendorffstraße in Erfurt.
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„Ohne die Zusagen hätte der Zusammenschluss in drei regionalen Märkten zu einer erheblichen Behinderung des wirksamen Wettbewerbs geführt“, erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Indem sich Rewe aber verpflichtet habe, für vier Jahre auf die Übernahme zweier weiterer Filialen zu verzichten, „verhindern wir, dass sich die Wettbewerbsbedingungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher in den betroffenen Regionen erheblich verschlechtern“.
Das Bundeskartellamt hatte Edeka Ende September nach eingehender Prüfung die Übernahme von 178 Tegut-Filialen sowie weiterer Unternehmensteile erlaubt. Dafür habe Edeka sich verpflichtet, weitere 24 Tegut-Standorte für einen Zeitraum von vier Jahren nicht zu erwerben, erklärte das Kartellamt.
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Die Monopolkommission warnte daraufhin vor den möglichen Folgen für den Wettbewerb. „Die Behörden werden jetzt noch intensiver darauf achten müssen, dass die großen Vier die Preise nicht hochtreiben oder Innovationen verhindern“, erklärte der Chef der Monopolkommission, Tomaso Duso, am Mittwoch mit Blick auf die vier großen Einzelhändler Edeka, Rewe, Aldi und die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland. Dem Bundeskartellamt zufolge fallen bereits jetzt mehr als 90 Prozent der Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel auf die vier Unternehmen.
Tegut mit insgesamt rund 300 Filialen in Hessen, Thüringen und Bayern sowie in Göttingen, Stuttgart und Mainz gehört seit 2019 zur Genossenschaft Migros Zürich. Diese hatte im März angekündigt, sie wolle Tegut komplett verkaufen. Im Juni genehmigte das Kartellamt die Übernahme von 36 Filialen in Hessen, Thüringen und Nordbayern durch den Lebensmitteleinzelhändler Tante Enso aus Bremen.




