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Der wöchentliche Jena-Klatsch von Thomas Stridde
Anja Siegesmund steht unter besonderer Beobachtung in unserer Stadt. Nicht nur, dass die in Jena lebende Thüringer Umweltministerin als Bündnisgrüne bei der Kommunalwahl ein Stadtratsmandat gewonnen hat und dies, wie sie auf Nachfrage sagte, auch annehmen will. Also nix da – von wegen Schleppmandate produzieren, und dann tschüs, Stadtrat! „Ich freue mich auf die Stadtratsarbeit“, sagte sie, zumal die Grünen neun der 46 Mandate holten und sich die Arbeit somit gut verteilen lasse. Es scheint alles einigermaßen kompatibel mit dem Ministerin-Alltag. Interessant ist zudem die Frage, von welchem rhetorischen Blute Stadträtin Siegesmund ist? In der Nachbarstadt Gera zog ein gewisser Ingo Kaschta in den Stadtrat ein als Alleinkämpfer für die Satire-Partei „Die Partei“. Er ist Anja Siegesmunds Onkel (der Bruder des Vaters der Ministerin). Beherrscht auch seine Nichte die feine satirische Klinge – etwa mit Ironie, mit Übertreibung? Wir Journalisten raten, solche Mittel knapp dosiert zu verwenden. Ironie wird oft nicht verstanden. ...Von Thomas Stridde
Der wöchentliche Jenaer Klatsch von Thomas Stridde
Der Herr legt seinen Arm um die Schulter der Dame! – So präsentierten sich während der Mai-Feier auf dem Johannisplatz vor der Zeitungskamera CDU-Stadträtin Johanna Hübscher (69) und Linken-Stadtrat Reinhard Wöckel (68). Rein politisch mag diese Fotomotiv-Liaison manchen Betrachtern problematisch erscheinen. Darüber hinaus geht es hier um eine Koalition, die zwar klein ist, aber ein Prädikat allemal verdient: stark. Johanna Hübscher und Reinhard Wöckel sind die beiden einzigen Ratsmitglieder, die dem Jenaer Kommunalparlament seit 1990 ohne Unterbrechung angehören. Hinzu kommt: Die emeritierte Sportmedizin-Professorin und der pensionierte Diplom-Ingenieur treten am 26. Mai abermals zur Stadtratswahl an. Stadtratsarbeit kostet Zeit und Kraft, ist offenkundig aber auch eine Droge. ...Von Thomas Stridde
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