Von der Wartburg bei Eisenach zur Orangerie in Gera sind es nur ein paar Schritte: Zu einem ganz besonderen Spaziergang durch ganz Thüringen hatte TLZ-Chefredakteurin Gerlinde Sommer am Dienstagnachmittag 30 Leser in den Miniaturenpark „mini-a-thür“ in Ruhla eingeladen. „Die TLZ wird dieses Jahr 80 Jahre alt – und das wollen wir gemeinsam mit den Leserinnen und Lesern an verschiedenen Orten in Thüringen feiern, die sie schon immer mal kennenlernen wollten oder immer wieder gern besuchen.“ Nach dem Auftakt in der ehemaligen Uhren-Stadt folgen in den kommenden Monaten noch weitere Treffen in ganz Thüringen. „Auf unserer Gewinnspielseite im Internet werden die neuen Termine rechtzeitig bekanntgegeben“, kündigte Gerlinde Sommer an.

Bei einer exklusiven Führung durch die Miniaturwelt erzählte Parkleiter Thomas Brohm von der Geschichte und dem Wachsen der faszinierenden Anlage. „Im Mai 1999 wurde der Park eröffnet, damals konnten die ersten Gäste 27 Modelle bestaunen – derzeit sind es knapp 130, alle im Maßstab 1:25.“ Imposante Gebäude wie Schloss Friedenstein in Gotha, die Wartburg oder das Gradierwerk in Bad Salzungen behalten dadurch im Vergleich zu anderen Modellen ihre beeindruckende Größe.
Über 100 Thüringer Sehenswürdigkeiten im Mini-Format

Detailgenauigkeit bei Miniaturen im Fokus
„Alle Bauwerke entstehen durch mühsame Handarbeit, dabei legen wir großen Wert auf Detailgenauigkeit. Als Vorlage für neue Modelle dienen Originalbaupläne, Fotos, Zeichnungen oder Unterlagen von Restaurierungen. Das Dach der Wilhelmsburg in Schmalkalden beispielsweise wurde mit 64.000 einzelnen Dachziegeln, kleiner als ein Cent-Stück, gedeckt“, verriet der Parkleiter. Für besondere Arbeiten werden Experten bemüht: „Die filigranen Verzierungen am Portal des Dornburger Rokoko-Schlosses hat eine Konditorin angefertigt – die sonst mit reich geschmückten Torten beeindruckt.“

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Sommerrodelbahn: Spaß mit eingebauter Sicherheit
Entstanden ist der Miniaturen-Park sozusagen aus der Not heraus. „Viele große Betriebe in Ruhla wie die Uhrenwerke oder die Fahrzeugelektrik haben die Wende nicht überstanden“, erklärt Thomas Brohm. „Auf der Suche nach einer Perspektive für Ruhla spielte auch das Thema Tourismus eine große Rolle. Da es viele Feinmechaniker gab, die mit ruhiger Hand winzige Dinge zusammensetzen konnten, entstand die Idee der Thüringer Miniaturen. Das Konzept hat sich bewährt, der Park ist stetig größer geworden – und wird noch weiter wachsen, auch uns die Corona-Jahre hart ausgebremst haben.“
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Doch nicht nur die vielen faszinierenden Modelle, eingebettet in liebenswerte und originelle Alltags-Szenen, die Park-Eisenbahnen und weitere Kinder-Attraktionen locken die Besucher an, auch Deutschlands steilste Sommerrodelbahn mit einem Höhenunterschied von 111 Metern, 35 Prozent Gefälle und einer Gesamtlänge von einem Kilometer direkt neben dem Park ist ein beliebtes Ziel. „Aber“, warnt der Parkleiter, „auch auf Sommerrodelbahnen gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen: in den Rodeln sind Fliehkraftbremsen verbaut, die das Tempolimit von 40 Stundenkilometern einhalten.“ Geblitzt wird im Miniaturenpark nämlich auch: allerdings nur am Modell vom Eisenacher Karlsplatz.
Die neuen Treffen finden Sie unter www.tlz.de/gewinnspiele oder hier

















