Noch nichts vor am Wochenende? Sie würden gern irgendwohin, aber die Auswahl ist zu groß? Lassen Sie sich inspirieren von der Auswahl an Wochenend-Tipps von unseren Kulturreporterinnen und -reportern.
Verdi und Wagner – Große Operngala in Eisenach

Leidenschaft, dramatische Zuspitzung und große Gefühle: Am 16. Oktober um 19.30 Uhr widmet sich die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach im Landestheater Eisenach zwei der prägendsten Komponisten der Operngeschichte. Unter der musikalischen Leitung und Moderation von Chefdirigent Markus Huber begegnen sich in der großen Operngala die musikalischen Welten von Giuseppe Verdi und Richard Wagner.

Sonntag
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Das Programm vereint berühmte Ouvertüren und Arien aus Werken wie Verdis „Aida“, „La traviata“ und „Nabucco“ sowie Wagners „Die Walküre“, „Tannhäuser“ und „Lohengrin“. Für die vokalen Höhepunkte sorgen fünf Solistinnen und Solisten der internationalen Opernszene. Tickets unter 036 91 / 256 219.
Wiener Melodien im Volkshaus Jena

Das erste Samstagskonzert in der neuen Spielzeit der Jenaer Philharmonie führt am 17. Oktober um 19 Uhr im Volkshaus Jena unter der musikalischen Leitung von Georg Fritzsch in die faszinierende Klangwelt Wiens. Erich Wolfgang Korngolds „Straussiana. Polka – Mazurka – Waltz“ eröffnet den Abend als ebenso geistreiche wie liebevolle Hommage an Johann Strauss (Sohn) und dessen unvergängliche Walzerkunst.
Mit dem zweiten Hornkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart, einem Meisterwerk der Wiener Klassik, stellt sich der neue Solo-Hornist der Jenaer Philharmonie, Luis Manuel Lorite López, dem Publikum vor. Richard Strauss greift in seiner Oper „Der Rosenkavalier“, hier in Form einer Suite für den Konzertsaal präsentiert, die Wiener Walzertradition auf.
Mit dem berühmten „Tanz der sieben Schleier“ aus seiner Oper „Salome“ schlägt das Konzert einen faszinierenden Bogen zu einer sinnlich aufgeladenen Tonsprache.
Tickets unter www.jenaer-philharmonie.de
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Greiz: Paganinis Teufelswerk in Frauenhand

Das 2. Sinfoniekonzert der Vogtland Philharmonie erklingt am Freitag, 16. Oktober, um 19.30 Uhr in der Vogtlandhalle unter der Leitung von Chefdirigent Florian Ludwig.
Im Mittelpunkt steht das Violinkonzert Nr. 1 D-Dur op. 6 von Niccolò Paganini, der mit neuartigen Spieltechniken ganz Europa verzauberte, seine Zuhörerinnen reihenweise in Ohnmacht fallen ließ und so zum „Teufelsgeiger“ wurde – gespielt von Maria-Elisabeth Lott, die international als eine der besten deutschen Geigerinnen ihrer Generation gilt.
Dazu kommen die Ouvertüre von Grażyna Bacewicz und Johannes Brahms‘ Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73; die Konzerteinführung mit Michael Pauser beginnt 18.45 Uhr im großen Saal. Karten gibt es in der Vogtlandhalle (Tel. 03661-62880), in der Tourist-Info (Tel. 03661-703293) sowie bei Eventim.
Theaterhaus Jena: Keine alltägliche Familiengeschichte

Mit „Das blaue Haus“ feiert am Donnerstag, 15. Oktober 2026, um 20 Uhr auf der Hauptbühne des Theaterhauses Jena das Gewinnerinnenstück des Jakob-Michael-Reinhold-Lenz-Preises der Stadt Jena 2024 Uraufführung.
Laura N. Junghanns erzählt darin in Fragmenten von einer Familie zwischen Nähe und Distanz, während ein rätselhafter Pelz Haus und Bewohner Stück für Stück überwuchert. Regie führt Merle Zurawski. Karten sind über das Theaterhaus Jena erhältlich.
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Marx sagt Entschuldigung – im Sommerpalais Greiz

Die große Retrospektive „Roland Beier. Strich für Strich“ im Sommerpalais in Greiz stellt jene Zeichnung in den Mittelpunkt, die 1990 ein ganzes Land traf: ein schulterzuckender Karl Marx mit den Worten „Tut mir leid Jungs! War halt nur so ‚ne Idee von mir …“ – ausgerechnet von der Jury der letzten DDR-Satirebiennale in Greiz ausgesortiert und später vom Eulenspiegel und vom Spiegel gedruckt.
Gezeigt werden außerdem Karikaturen seit den 1980er Jahren, plastische „Plastikaturen“, Plakate, Collagen und Arbeiten des gefragten Schulbuch-Illustrators. Zur Ausstellung, die bis 28. Februar 2027 läuft, erscheint ein Katalog der Reihe „Persona grata“, erhältlich an der Museumskasse. Einen Eindruck aus der Ausstellung gibt es hier.
Geöffnet ist das Sommerpalais bis Oktober mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr, ab November bis 16 Uhr.
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Kunstverein Jena: Wenn das Wohnzimmer zur Landschaft wird

Mit der Einzelausstellung „Sven Kroner – Bilder“ beschließt der Jenaer Kunstverein am Freitag, 16. Oktober, um 19 Uhr sein Themenjahr Realität/en in der Galerie im Stadtspeicher.
Der 1973 in Kempten geborene Maler, einst Gastprofessor an der Bauhaus-Universität Weimar, zeigt weite Transitlandschaften, dörfliche Einfamilienhäuser, Interieurs und Fensterblicke – und bricht deren vertraute Bedeutungen in einem Spiel mit Irritationen und Bildzitaten auf, bis sich Außenräume in Innenräume verkehren und Interieurs zu Landschaften werden.
Zur Vernissage am 16. Oktober, 19 Uhr, ist der Künstler anwesend, Kurator Robert Sorg führt ein, musikalisch begleitet der Gitarrist Johannis Aehnlich den Abend.
Die Schau läuft bis 12. Dezember, geöffnet donnerstags 14 bis 19 Uhr, freitags 14 bis 18 Uhr und samstags 12 bis 18 Uhr.
Shakespeare am Deutschen Nationaltheater

Erstmals seit über vierzig Jahren brachte das Nationaltheater Weimar im April wieder eine eher unbekannte Komödie William Shakespeares mit einer absolut nicht komischen Handlung zur Premiere. „Maß für Maß“ befasst sich, als sogenannte „Regierungskomödie“ im fiktiven Herzogtum Wien angesiedelt, mit Machtmissbrauch.
Darin lässt ein Statthalter einen Mann wegen Sex vor der Ehe verhaften. Dessen Schwester, eine Novizin, könnte für seine Freilassung sorgen, wenn sie mit dem Statthalter ins Bett steigt.
Die Inszenierung von Schauspieldirektor Timon Jansen, in der ein alter Stoff aus neuer Perspektive zu betrachten ist, wird jetzt wiederaufgenommen und diesen Freitag, 16. Oktober, 19.30 Uhr im Großen Haus gespielt. Infos und Karten dafür gibt‘s hier.
Lehár mit Slapstick-Attitüde

Ins Mafia-Milieu hat der regieführende Hausherr Daniel Klajner „Das Land des Lächelns“ verlegt, und so spielt man in Nordhausen Franz Lehárs romantische Operette mit ungewöhnlich komischen Vorzeichen.
Unser Rezensent hat das mit durchaus gemischten Gefühlen betrachtet, moniert den relativ hohen Slapstick-Anteil und nicht immer nachvollziehbare Eingriffe ins musikalische Geschehen, fühlte sich aber am Ende doch recht gut unterhalten. Für die Wiederaufnahme am Freitag, 16. Oktober, 19.30 Uhr findet man hier zu den Tickets.
„Mephisto“ in Meiningen

Streng, kühl, distanziert spielt man am Theater Meiningen den „Mephisto“ nach der Romanvorlage Klaus Manns auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Und da gehört dieser Teufel auch hin, denn gemeint ist schließlich die Karriere Gustaf Gründgens‘ im ,Dritten Reich‘. Trotzdem war unser Rezensent mindestens am Ende auch einmal berührt. Wer ihm nachempfinden möchte, hat diesen Sonntag, 18. Oktober, 18 Uhr im Meininger Theater die nächste Gelegenheit; Tickets gibt‘s hier.
Klezmer und Swing im Schloss

In einem äußersten Winkel Thüringens, in Ponitz im Altenburger Land, machen diesen Sonnabend, 17. Oktober, die Thüringer Schlosskonzerte Station. Ab 19.30 Uhr spielt das vierköpfige Ensemble Par-ci, Par là eine unterhaltsame Mischung aus Klezmer, Swing, Tango und mehr. Einen Überblick über die Konzertreihe, die ungewöhnliche historische Orte im Lande aufschließen möchte, findet man hier. Nähere Infos zum Sonnabendtermin nebst Tickets gibt’s hier.







