Reiselust trotz Corona ungebrochen - Europäisches Ausland bevorzugt

Erfurt.  Die Thüringer reisen trotz der Pandemie noch immer ausgiebig gern. Laut einer Studie der IUBH Internationale Hochschule in Erfurt ist das europäische Ausland das bevorzugte Reiseziel.

Vom Reisebüro wünschen sich fast 50 Prozent der Befragten in der momentanen Situation vor allem sofortige Benachrichtigungen bei Reisewarnungen bzw. geänderten Einreisebestimmungen.

Vom Reisebüro wünschen sich fast 50 Prozent der Befragten in der momentanen Situation vor allem sofortige Benachrichtigungen bei Reisewarnungen bzw. geänderten Einreisebestimmungen.

Foto: Clara Margais/dpa (Symbolfoto)

Die Reiselust der Thüringer ist trotz Corona ungebrochen. Das geht aus einer Studie hervor, für die die IUBH Internationale Hochschule zusammen mit dem ADAC 2629 Personen in Hessen und Thüringen zum Reiseverhalten in der Krise befragt hat. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer gab an, weiterhin große bis sehr große Reiselust zu verspüren. Über 60 Prozent planen noch in diesem Jahr zu verreisen. Über 63 Prozent mussten in den letzten Monaten bereits ihre Reise stornieren oder umbuchen. „Nicht Deutschland, sondern das europäische Ausland steht auf Platz eins der Reisepläne. Rund 44 Prozent zieht es zu unseren europäischen Nachbarn, 40 Prozent bevorzugen Deutschland als Reiseziel“, sagt Theresa Bertl, Projektleiterin der Umfrage.

Das Auto ist hierbei das beliebteste Verkehrsmittel: Über 60 Prozent möchten mit dem PKW verreisen. Das Flugzeug landet mit nur 16 Prozent auf Platz zwei, knapp dahinter das Wohnmobil mit rund 10 Prozent. Als Unterkunft sind Ferienhäuser und -wohnungen beliebt (45 Prozent), gefolgt von Hotels (36 Prozent). Rund 30 Prozent bevorzugen als Buchungsweg für ihren Urlaub das Reisebüro, etwa gleich viele buchen über ein Reiseportal oder direkt bei der Unterkunft.

Aktuelle Reisewarnungen - Wien, Amsterdam, Budapest
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Weitere Studienergebnisse

Rund ein Drittel bucht am liebsten im Reisebüro, etwa gleich viele über ein Reiseportal bzw. direkt bei der Unterkunft. Die mit Abstand beliebteste Beratungsform im Reisebüro ist das persönliche Gespräch (57 Prozent), Online-Beratung und Telefonie sind hingegen weniger gefragt.

Die Corona-Pandemie hat laut Befragung auch den Wunsch nach Zusatzleistungen gestärkt: Etwa 30 Prozent der befragten Teilnehmer würden jetzt eher eine Reiserücktrittsversicherung, Auslandskrankenversicherung oder weitere Schutzleistungen wie Krankenrücktransport dazu buchen. Kompetente Beratung und schnelle Informationen zu Reisewarnungen gewünscht.

Vom Reisebüro wünschen sich fast 50 Prozent der Befragten in der momentanen Situation vor allem sofortige Benachrichtigungen bei Reisewarnungen bzw. geänderten Einreisebestimmungen. Weiterhin möchten etwa 36 Prozent der Kunden umfassende Informationen zum Thema Sicherheit im gewünschten Zielgebiet.

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