Die Arbeiten zur Brandbekämpfung am Restloch Rusendorf bei Meuselwitz dauern an. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) informierte dazu am Montag über die aktuelle Lage auf dem ehemaligen Tagebaugelände und das weitere Vorgehen.

"Löschung ist materiell nicht stemmbar" – ehemaliger Tagebau bei Meuselwitz wird wohl noch Wochen brennen

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    Weiterhin liege der Schwerpunkt darauf, den unterirdischen Schwelbrand einzudämmen und anschließend den betroffenen Bereich dauerhaft zu sichern. Die Brandschutzschneise um den etwa acht Hektar umfassenden Brandherd wurde inzwischen auf 30 Meter verbreitert. Die Randbereiche werden zudem mithilfe eines Sprinklersystems bewässert und es erfolgen eine permanente Brandüberwachung sowie tägliche Drohnenbefliegungen.

    Dauerhafte Abdeckung des Schwelbrandes

    Zur Bekämpfung des unterirdischen Brandes soll das Kohletrübebecken nun zunächst gezielt oberflächlich benetzt werden. Hierfür werden laut LMBV in einem ersten Schritt rund 200.000 Kubikmeter Wasser aus dem Restloch Zipsendorf benötigt.

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    Anschließend soll der Brandbereich dauerhaft mit einer etwa zwei Meter mächtigen Erdschicht abgedeckt werden, um dem Schwelbrand die Sauerstoffzufuhr abzuschneiden. „Die Auferdung erfolgt ausschließlich auf der aktuell vom Brand betroffenen Fläche. Das übrige Areal des Restlochs bleibt unangetastet und benötigt nach derzeitigem Kenntnisstand keine weiteren Sicherungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen. Auch der Rusendorfer See ist von den geplanten Arbeiten nicht betroffen“, hieß es.

    Bis zur endgültigen Fertigstellung der dauerhaften Abdeckung rechnet die LMBV derzeit mit einem Zeitraum von rund drei Jahren. Die Arbeiten dazu sollen beginnen, sobald es das Brandgeschehen zulässt.

    Zwei Rohrleitungen und Löschbrunnen in Vorbereitung

    Für die Oberflächenbenetzung des Brandbereiches bereitet die LMBV den Bau von zwei provisorischen Rohrleitungen vom Restloch Zipsendorf bis zum Kohletrübebecken über eine Strecke von rund vier Kilometern vor. Inzwischen haben hierfür sämtliche betroffenen Grundstückseigentümer ihre Zustimmung erteilt, sodass die Leitungen auf ihren Flächen verlegt werden können. Derzeit würden geeignete Unternehmen angefragt, die diese Maßnahme zeitnah ausführen könnten.

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    Parallel plant die LMBV die Errichtung von zwei Brunnen auf dem Areal des Restlochs Rusendorf. Die Brunnen sollen jeweils bis in eine Tiefe von rund 55 Metern reichen und eine Förderleistung von etwa 200 bis 300 Litern pro Minute erreichen. Damit soll langfristig eine zusätzliche Wasserversorgung sichergestellt werden, ohne das öffentliche Trinkwassernetz zu belasten.

    Luftmessungen unauffällig

    Bis zur Umsetzung der langfristigen Sicherungsmaßnahmen laufen die Arbeiten zur Brandbekämpfung kontinuierlich weiter. Der Rauch verursacht derweil weiterhin erhebliche Geruchsbelästigungen in der Umgebung. „Luftmessungen werden regelmäßig direkt am Brandherd sowie im Umkreis durchgeführt. Im Rahmen der Luftanalysen werden die Konzentrationen von Kohlenmonoxid, Sauerstoff, Kohlenstoffdioxid, Methan und Schwefelwasserstoff erfasst. Da die Rauchfahne zeitweise in Richtung Bünauroda zog, wurden dort ebenfalls Messungen vorgenommen“, teilte die LMBV mit.

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    Die Prüfung der gemessenen Werte erfolge anhand der für den Arbeitsschutz maßgeblichen Beurteilungsmaßstäbe für die eingesetzten Beschäftigten vor Ort. Ergänzend verweist die LMBV auf die Meldung der Zentralen Leitstelle Gera. Diese ist bei KATWARN als sicherheitsrelevante Information ohne direkte Gefährdung eingestuft. Vorsorglich wird dort empfohlen, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen abzuschalten. Unabhängig davon arbeitet die LMBV daran, die Rauchentwicklung mit den beschriebenen Maßnahmen zu reduzieren.

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    Der Brand auf dem Gelände des ehemaligen Tagebaugebietes Rusendorf war am 27. Juni ausgebrochen. Er konnte bislang jedoch nur oberflächlich weitgehend gelöscht werden.

    red