Wie steht es um die Infektionslage im Eichsfeld, warum scheitern Hygieneregeln im Alltag – und welche neuen Wege gibt es in der Schulung? Antworten auf diese Fragen gab es jetzt beim Hygienestammtisch in Verbindung mit dem MRE‑Netzwerk Eichsfeld im Vitalpark in Heiligenstadt.

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32 Fachkräfte aus Pflegeheimen, ambulanten Diensten, dem DRK‑Rettungsdienst, dem Eichsfeld Klinikum, dem Landratsamt Mühlhausen, dem Gesundheitsamt des Landkreises Eichsfeld sowie der Kurparkklinik und dem Vitalpark nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch.
Infektionen und Hygiene: Experten beleuchten aktuelle Herausforderungen
Nach der Begrüßung durch Herbert Kesting, Chefarzt der Kardiologie und Hygienebeauftragter der Kurparkklinik, stand zunächst die aktuelle Infektionslage im Mittelpunkt. Volker Klingebiel vom Gesundheitsamt des Landkreises Eichsfeld informierte über meldepflichtige Erkrankungen im Landkreis – darunter unter anderem Keuchhusten, Campylobacter-Infektionen, Covid‑19, EHEC, Hepatitis, Influenza, Tuberkulose und Salmonellen.
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Auch ein kurzer Blick auf internationale Entwicklungen wie Hantavirus und Ebola machte deutlich, wie dynamisch das Thema Infektionsschutz bleibt. Zudem stellte er Inhalte eines aktuellen Referentenentwurfs zur künftigen Hygieneverordnung in Thüringen vor – eine verbindliche Regelung steht allerdings noch aus.
Einen anderen Blick auf das Thema Hygiene eröffnete anschließend Johannes Meier, Pflegedienstleiter der Kurparkklinik. In seinem Vortrag zeigte er auf, warum Hygieneregeln im Alltag nicht immer konsequent umgesetzt werden – und welche Rolle die sogenannte Gesundheitskompetenz dabei spielt. Neben strukturellen Faktoren wie Zeitdruck oder Personalmangel gehe es vor allem auch um Verständnis, Motivation und praktikable Lösungen im Arbeitsalltag.
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Wie moderne Technik unterstützen kann, zeigte abschließend Christian Fischer von Essity (Tork). Er stellte Hygieneschulungen mithilfe von Virtual-Reality-Brillen vor. Die Teilnehmenden erhielten einen Einblick, wie sich Schulungsinhalte anschaulich und realitätsnah vermitteln lassen – ein Ansatz, der künftig weiter an Bedeutung gewinnen dürfte.
Neben den Fachvorträgen blieb auch Zeit für Gespräche und Austausch – ganz klassisch bei Kaffee und Kuchen. „Dabei wurde deutlich: Der Bedarf an Vernetzung und praxisnahen Informationen ist weiterhin hoch“, bilanziert Andrea Waldmann von der Kurparkklinik den Tag.
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Die Veranstalter zeigten sich zufrieden mit der Resonanz und blicken bereits nach vorn: Auch im kommenden Jahr soll der Hygienestammtisch fortgeführt werden. Dann könnten erneut aktuelle Entwicklungen, praktische Erfahrungen und neue Ideen rund um Hygiene und Infektionsschutz im Mittelpunkt stehen.
red









