Nach dem verheerenden Brand in Gernrode in der Nacht zum Dienstag hat die Polizei nun weitere Ermittlungsergebnisse. „Im Rahmen der Ermittlungen kamen am Mittwoch und Donnerstag Spezialisten der Kriminalpolizeiinspektion Nordhausen zum Einsatz“, bestätigt ein Polizeisprecher am Freitag. Man habe nicht nur mit technischen Mitteln den Brandort genauestens inspiziert, sondern auch Brandmittelspürhunde eingesetzt.

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Dabei konnte festgestellt werden, dass an gleich mehreren Orten in dem Gebäude Brandbeschleuniger eingesetzt worden war, um das Haus in Brand zu stecken, wie es auch bereits kurz nach dem Feuer vermutet worden war.

„Vermutlich handelt es sich bei dem berechtigten Bewohner des Hauses um den dringend Tatverdächtigen. Dieser verließ den Brandort und war in Verkehrsunfälle verwickelt. Ersten Erkenntnissen nach handelte der Hausbewohner hierbei in suizidaler Absicht“, spricht die Polizei von einem sich erhärtenden Verdacht gegen einen 62-jährigen Mann.

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„Nach einer medizinischen Versorgung in einem nahegelegenen Klinikum wird der Mann derzeit in einer Fachklinik betreut“, heißt es erst einmal abschließend von der Polizei.

In der Nacht zum Montag hatte eine Anwohnerin gegen 0.30 Uhr den Brand bemerkt, den Notruf abgesetzt und auch die Familie des benachbarten Autohauses aus dem Bett geklingelt, sodass noch einige Fahrzeuge in Sicherheit gebracht werden konnten. Zudem öffnete sie das Tor und lotste die Feuerwehren in die Einfahrt.

Etwa 100 Einsatzkräfte von sieben umliegenden Feuerwehren waren über viele Stunden im Einsatz. Sie bekämpften die Flammen, die aus dem Dachstuhl loderten, über zwei Drehleitern. Das Haus ist unbewohnbar, die Polizei schätzte den Sachschaden zunächst auf rund eine Viertelmillion Euro.

Hilfe bei suizidalen Gedanken

Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über (mögliche) Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Menschen, die unter Suizidgedanken leiden, finden bei der Telefonseelsorge unter den kostenlosen Hotlines: 0800 - 1110111 / 0800 - 111 0 222 und 116 123 anonym und rund um die Uhr Hilfe. Über die Homepage der Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de) sind auch E-Mail- und Chatberatungen möglich. Direkte Anlaufstellen sind die sozialpsychiatrischen Dienste, die psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen vor Ort sowie Ärzte und psychiatrische Kliniken. Weitere Informationen und eine Auswahl an Hilfsadressen finden Sie unter www.nest-thueringen.de/hilfsangebote/