Mit zwölf Veranstaltungen kommt der Yiddish Summer Weimar 2026 auch in diesem Jahr nach Erfurt und ist damit ein fester Bestandteil des Erfurter Kultursommers. Unter dem Jahresthema „Jiddischsprachige Frauen – eine andere Geschichte der Moderne“ stehen vom 19. Juli bis zum 15. August 2026 Konzerte internationaler Künstlerinnen und Künstler, Vorträge, eine Ausstellung sowie erstmals eine Talkshow in jiddischer Sprache auf dem Programm. Veranstaltungsorte sind der Zughafen sowie die Alte und die Kleine Synagoge.
Stationen in Istanbul und Griechenland
Den Auftakt macht am Sonntag, 19. Juli, um 18 Uhr das 30-köpfige YAM-Ensemble, das junge Musikerinnen und Musiker aus ganz Europa vereint. Nach Arbeitsphasen in Istanbul und Griechenland präsentiert das Ensemble im Zughafen ein Programm mit sephardischen, jiddischen und graeko-türkischen Melodien.
Am Montag, 20. Juli, wird in der Kleinen Synagoge die Ausstellung „Jiddisch – Von den Anfängen bis zum Buchdruck“ eröffnet. Vorträge von Simon Neuberg, Fabian Heyduck und Andreas Lehnertz beleuchten die Geschichte des Jiddischen vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit und schlagen eine Brücke zwischen dem Unesco-Welterbe Erfurt und der über tausendjährigen Geschichte der jiddischen Kultur in Europa.

Erste jiddische Talkshow des Festivals
Mit dem Vortrag des israelisch-türkischen Kulturmanagers Nesim Bencoya über das jüdische Kulturerbe Izmirs am Dienstag, 21. Juli, sowie der ersten jiddischen Talkshow des Festivals mit der US-amerikanischen Schauspielerin Eleanor Reissa, Star der ARD-Serie „Die Zweiflers“, am Donnerstag, 23. Juli, folgen zwei besondere Programmpunkte. Reissa kehrt am Samstag, 25. Juli, gemeinsam mit Grammy-Preisträger Frank London und Akkordeon-Virtuose Patrick Farrell für zwei Konzerte in die Alte Synagoge zurück.

Die Festivalwoche „Yiddish Women – Another Story of Modernity“, kuratiert von Diana Matut, stellt herausragende Künstlerinnen der internationalen jiddischen Musikszene in den Mittelpunkt. Zu Gast sind das britische Duo Fran & Flora am Mittwoch, 29. Juli, die Geigerin und Komponistin Anna Lowenstein am Donnerstag, 30. Juli, sowie Electric Rose (Sarah Myerson und Ilya Shneyveys) und Chaia am Mittwoch, 5. August. Am Donnerstag, 6. August, folgen die Sängerinnen Shura Lipovsky und Ida Gillner mit zwei weiteren Konzerten.
Lesen Sie auch
Frauen vom Mittelalter bis zur Moderne
Ergänzt wird das Programm durch den Vortrag „Frauen und das jiddische Buch“ von Diana Matut am Sonntag, 9. August, der darstellt, wie Frauen vom Mittelalter bis zur Moderne als Mäzeninnen, Druckerinnen, Setzerinnen, Schreiberinnen und vielen anderen Funktionen die Geschichte des jiddischen Buches prägten. Den Erfurter Abschluss des Festivals bildet am Samstag, 15. August, das Konzert des Caravan Orchestra & Choir im Zughafen unter der Leitung der britischen Sängerin und Dirigentin Polina Shepherd. Gemeinsam mit jungen Musikern aus Haifa – der Partnerstadt Erfurts – und Deutschland bildet das Ensemble den fulminanten Abschluss des Yiddish Summer in Erfurt.

Täglich
Der Newsletter für Erfurt
Alle wichtigen Informationen aus der Landeshauptstadt Erfurt, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Karten für alle Veranstaltungen sind in der Erfurt Tourist Information sowie unter www.yiddishsummer.eu/erfurt erhältlich. Dort finden sich auch ausführliche Informationen zu allen Veranstaltungen.
red







