Nicht nur der Wolf, auch der Biber breitet sich wieder aus. Seit Jahren wächst die Population auch in Thüringen. Die Zahl der gemeldeten Biberschäden hat sich dem Umweltministerium zufolge seit 2021 verfünffacht.
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Wie die Nagetiere Wasser stauen, lässt sich derzeit gut bei Cobstädt beobachten: Die Roth führt deutlich mehr Wasser als sonst um diese Jahreszeit, auch wenn es in den vergangenen Tagen starke Regenfälle gab. Nahe der Bahntrasse haben Biber einen Damm in der Roth gebaut. Wenige Meter weiter entsteht bereits ein zweiter. Den Behörden ist die Ansiedlung seit vergangenem Sommer bekannt.

Regelmäßige Kontrollen am Damm
Durch den Gewässerunterhaltungsverband Gera-Apfelstädt-Obere-Ilm erfolgten regelmäßige Kontrollen, heißt es auf Anfrage von der Gemeindeverwaltung Drei Gleichen. Neben den Behörden des Landkreises Gotha seien ebenso die Deutsche Bahn sowie der zuständige Abwasserzweckverband über das Vorkommen informiert.

Entlang der Roth gibt es bereits Trampelpfade. Spaziergänger sollten dort besonders vorsichtig sein. Zum einen können Biberburgen einstürzen; zum anderen sei insbesondere während der Setzzeit, die in der Regel in den Monaten Mai und Juni liege, im Umfeld des Baus mit einem erhöhten Schutz- und Abwehrverhalten der Elterntiere zu rechnen, da in dieser Phase die Jungtiere versorgt und verteidigt würden, so die Gemeinde.

Biber streng geschützte Tierart
Im Bereich des Biberdamms wird um besondere Rücksichtnahme gebeten. Denn es handelt sich um streng geschützte Wildtiere. Schaulustige sollten zudem beachten, dass die Roth in Richtung Cobstädt bereits über das Ufer getreten ist; der dortige Bereich ist stark aufgeweicht.
Seit 2007 sind Biberansiedlungen in Thüringen wieder bemerkt worden. Jüngste Schätzungen des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten zufolge leben derzeit 1100 Tiere in rund 320 Revieren.
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Eine Umsiedlung schließt sich eigentlich durch den Schutzstatus aus: Es ist verboten, Tiere zu fangen oder erheblich zu stören; Ausnahmen sind in Einzelfällen natürlich möglich. Doch müssen die Gründe dafür gravierend sein. Und danach sieht es bei Cobstädt derzeit nicht aus.







