Er trägt einen grauen Anzug mit schwarzer Weste und Fliege, hat einen Schnauzbart und ist etwa sieben Zentimeter groß. In der Hand hält er optisches Rohglas. Nach Carl Zeiß und Ernst Abbe hat das Deutsche Optische Museum (D.O.M.) nun auch die dritte Playmobil-Figur im Bunde vorgestellt: Otto Schott. Im Sonderset enthalten sind neben Schott und dem optischen Rohglas ebenfalls ein Labortisch, Schmelzbücher und drei Reagenzgläser. Dies soll nicht nur Schotts systematisch dokumentierte Glasschmelzen darstellen, sondern auch seine Arbeit als Chemiker zeigen.

Otto Schott Sonderfigur Playmobil vorgestellt
Otto Schott ist eine von drei Playmobil-Sonderfiguren.© Funke Medien Thüringen | Chiara Schönau

„Alle Figuren erzählen spielerisch die beeindruckende Industriegeschichte Jenas als heute globalem Hotspot für Optik und Photonik“, sagt Timo Mappes, Gründungsdirektor des D.O.M. 55.050 Figuren hat das D.O.M. bei Geobra Brandstätter Stiftung & Co. KG, dem Unternehmen, das hinter den Playmobil-Figuren steht, in Auftrag gegeben. „Wir laden alle dazu ein, sich mit den Persönlichkeiten und Ideen auseinanderzusetzen, die Jena bis heute prägen.“

Otto Schott als Playmobilfigur in Jena

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    Playmobil-Figur erinnert an Jenas prägende Industriegeschichte

    „Ist die Figur denn nun aus Glas?“ fragt Silvio Scherf, Standortleiter von Schott in Jena, schmunzelnd. Natürlich nicht – dies wäre sicherlich nicht im Sinne des Playmobil-Herstellers –, aber: „Es schließt den Kreis der großen Männer in Jena“, so Scherf. Man hätte dem Playmobil-Ensemble gerne auch eine Frau hinzugefügt. Die Geschichte lasse sich jedoch nicht verändern, erklärt der Standortleiter. Die kleine Playmobil-Figur ist in Zusammenarbeit mit Schott entstanden, um den Begründer der modernen Glaschemie zu würdigen.

    Otto Schott Playmobil-Sonderfigur
    Mit Otto Schott (Mitte) ist das Playmobil-Trio, außerdem bestehend aus Ernst Abbe (links) und Carl Zeiß, vollständig.© Funke Medien Thüringen | Chiara Schönau

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    Für Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) handelt es sich um ein „Denkmal im Taschenformat“. „Es ist ein Stück Jenaer Seele, das man anderen zeigen und mitgeben kann“, sagt er. Das Datum für die offizielle Enthüllung der letzten Playmobil-Figur am Mittwoch war indes nicht zufällig gewählt. Am 27. Mai 1879 hat Otto Schott den ersten Brief aus Witten nach Jena an Ernst Abbe geschickt. Und ohne diesen Brief sähe die Industrie in Jena heute höchstwahrscheinlich ganz anders aus.

    Die Sonderfigur von Otto Schott ist ab sofort für 9,99 Euro über die Website des D.O.M. oder in der Jenaer Tourist-Information erhältlich.