Der FDP-Kreisverband Jena-Saale-Holzland hat sich in die Debatte um eine Petition für eine fahrradfreie Innenstadt eingeschaltet und dringt auf eine sachliche Auseinandersetzung mit den Nutzungskonflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern. Wie der Kreisverband mitteilt, greife die von Michael Schubert angestoßene Diskussion ein Thema auf, das viele Menschen bewege.

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Ziel der Partei sei es, die verschiedenen Verkehrsarten voneinander zu trennen, statt sie auf gemeinsame Wege zu zwingen. „Unser Ziel war und ist es, die verschiedenen Verkehrsarten zu trennen, statt sie auf die gleichen Wege zu zwingen, wo am Ende der schwächere den Kürzeren zieht“, erklärte die Kreisvorsitzende Petra Teufel. Eine lebendige Innenstadt müsse für alle erreichbar bleiben – zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Bus und Bahn sowie mit dem Auto.

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FDP fordert klare Trennung von Rad- und Fußwegen

Nach Angaben des Kreisverbandes habe die FDP-Stadtratsfraktion bereits bei der Beratung des Radverkehrsplans erreicht, dass der Grabenring mit Ausnahme von zwei zentralen Durchquerungen künftig dem Fußverkehr vorbehalten werde. Damit sollten Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern gezielt reduziert werden. Die Partei setze sich seit Jahren dafür ein, Nutzungskonflikte durch eine klare Verkehrsführung zu entschärfen. Dazu gehörten eine eindeutig ausgeschilderte Durchquerung der Innenstadt für den Radverkehr, die Trennung insbesondere von Fußgängern und Radfahrern, der Bau der Osttangente zur Entlastung des Löbdergrabens sowie ausreichende Parkmöglichkeiten – vorzugsweise in unterirdischen Parkhäusern.

Innenstadt: Erreichbarkeit und Sicherheit müssen verbessert werden

Auf die Bedeutung einer gut erreichbaren Innenstadt verwies die stellvertretende Kreisvorsitzende Andrea Philipp-Dittrich, die selbst ein Ladengeschäft betreibt. „Als Ladeninhaberin erlebe ich täglich, wie wichtig eine gut erreichbare Innenstadt mit ausreichend Parkplätzen für Besucherinnen und Besucher ist. Gleichzeitig sehe ich, dass es dort zu Problemen kommt, wo sich Rad- und Fußverkehr die gleichen Wege teilen“, sagte sie. Nötig seien Lösungen, die Sicherheit und Erreichbarkeit gleichermaßen berücksichtigten.

Mit Blick auf die aktuelle Debatte betonte die FDP, die Diskussion solle auf die tatsächlichen Nutzungskonflikte fokussiert werden. In Straßen wie der Johannisstraße oder der Löbderstraße entstünden diese zwischen Radfahrern und Fußgängern, nicht durch den Autoverkehr. Eine Ausweitung der Debatte auf andere Verkehrsarten trage aus Sicht der Partei nicht zur Lösung des eigentlichen Problems bei.

Aus Sicht von Ulf Weißleder (Bürger für Jena) ist das Problem mit einfachen Maßnahmen zu lösen. „Die Innenstadt wird in genau festgelegten Zonen (Johannisstraße, Kirchplatz, Saalstraße, Oberlauengasse, Löbderstraße) eingeteilt, in denen von 9 Uhr bis 20 Uhr das Radfahren untersagt ist und das Fahrrad geschoben werden muss. Hierzu müssen lediglich entsprechende Verbotsschilder aufgestellt werden. Diese Maßnahme ist schnell und kostengünstig umsetzbar.“ 

red